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Zu wenig Marktanreize?

Die Schweiz hat ihre weltweite Vorreiter-Rolle in der Förderung von Solarenergie verloren.

(Keystone Archive)

Die Schweizer Solarstrom-Produktion steigt Jahr für Jahr an. Doch ihre Vorreiterrolle hat die Schweiz verloren.

Rund 125 neue Solarstrom-Anlagen waren Ende letzten Jahres in der Schweiz ans Netz angeschlossen. Dies zeigt eine Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) und des Verbands Schweizerischer Elektrizitäts-Unternehmen (VSE).

Wachstum gering

Insgesamt waren Ende 2001 rund 145 Solarstrom-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 15 MW in Betrieb. Deren Produktion überstieg mit 11'000 MWh erstmals die 10-Gigawattstunden-Grenze. Soviel wie noch nie zuvor in der Schweiz. Doch im weltweiten Vergleich ist dieses Wachstum klein.

Seit 1998 schwankte der jährliche Zuwachs an Solarstrom-Leistung jeweils zwischen 1,7 und 1,9 MW. Die Anzahl neuer Solaranlagen pro Jahr pendelte zwischen 100 und 150. Demgegenüber wachse der Weltmarkt für Solarstrom regelmässig mit rund 25 Prozent jährlich, heisst es im VSE-Bulletin.

Es fehlt der politische Wille

Christian Meier, Mitautor der Untersuchung, bringt die Stagnation auf einen kurzen Nenner: "In der Schweiz fehlt der politische Wille, um Marktanreize für Solarenergie zu schaffen." Dies sei in Deutschland, Japan oder verschiedenen Staaten der USA anders.

Die Delegierung der Solar-Subventionen an die Kantone habe ausserdem zur Folge gehabt, dass der Branche weniger Geld zufliesse, sagt Meier. Solarstrom-Börsen wie jene in Zürich beruhten ihrerseits auf Freiwilligkeit.

Meier schätzt, dass noch etwa 10 Jahre vergehen, bis Schweizer Solarstrom konkurrenzfähig sein wird. Subventionen lehnt er indes ab, "weil diese letzten Endes den Preis nach oben treiben". Hingegen sei die Solarbranche vorderhand auf kostendeckende Vergütungen angewiesen.

Zuverlässige Solaranlagen

Konstant hoch ist indes die Zuverlässigkeit der Schweizer Solarstrom-Anlagen. Im Durchschnitt seien laut einer Umfrage bei Betreibern die Wechselrichter zu 97 Prozent verfügbar gewesen, heisst es im VSE-Bulletin. Weil keine Messungen vorgenommen worden seien, liege die effektive Zahl aber etwas tiefer.

Der Wechselrichter gleicht die Speisung einer Solaranlage aus und garantiert so, dass konstant Strom mit 50 Hertz und 230 Volt aufs Netz geht. Wechselrichter sind die eigentlich anfälligen Teile einer Solaranlage.

Die Sonnen-Einstrahlung bewegte sich im vergangenen Jahr ebenfalls im Bereich der Vorjahre. Gegenüber dem Mittel der Jahre 1983 bis 2001 sank sie letztes Jahr um rund 1%.

swissinfo und Agenturen


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