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Zülle verpasst Etappensieg

Der Italiener Dario Frigo übernimmt mit dem Etappensieg auch das Gesamtklassement.

(Keystone)

Dario Frigo heisst der Sieger der 2. Etappe der Tour de Romandie. Mit seinem zu Regen und Kälte passenden Namen setzte er dem Abschnitt seinen Stempel auf.

Der Vorjahressieger aus Italien gewann die auf 155 Kilometer verkürzte Etappe in Charmey und übernahm zugleich die Führung im Gesamtklassement.

Zwei Bergpreise für Zülle

Die Schweizer standen dicht vor Teilerfolgen, reüssierten aber nicht. Alex Zülle beendete die Etappe mit zwei Bergpreisen im Finale vier Sekunden hinter Frigo als Zweiter, Alexandre Moos verpasste es wie tags zuvor sein Teamkollege Martin Elmiger, das Leadertrikot in seinen Besitz zu bringen.

Moos erspurtete sich unterwegs zwar fünf Sekunden Zeitgutschrift, im Finale aber brachte das Team Phonak das Rennen nicht unter Kontrolle und musste das gelbe Trikot Frigo überlassen. Moos ist mit nun elf Sekunden Rückstand weiterhin Gesamtzweiter.

Keine Sieges-Absicht

Frigo (29) hatte gar nicht die Absicht, die Etappe zu gewinnen. Vielmehr wollte er im letzten Anstieg 3 km vor dem Ziel das Terrain für seinen Teamkollegen Eddy Mazzoleni ebnen.

"Mit einer Tempoverschärfung sollten die endschnellen Leute eliminiert werden", sagte Frigo, "plötzlich war ich jedoch alleine und so zog ich durch." Natürlich sei es hart gewesen, bei diesem schlechten Wetter ein Rennen zu fahren. "Aber die Kälte und der Regen waren ja vorausgesagt worden, so konnte man sich darauf einstellen."

Verärgerter Zülle

Bekanntlich kein "Schlecht-Wetterfahrer" ist Zülle (33). "Dieses Resultat ist nun die Bestätigung dafür, dass ich gute Beine habe, wie ich das schon am Vortag gespürt hatte", sagte der Ostschweizer.

Frigo habe ja eigentlich nicht angegriffen, sondern sei einfach etwas schneller gefahren. "Aber hinten leisteten nur Gontschar und ich Führungsarbeit", sagte Zülle weiter. Am Ziel war er ziemlich verärgert und gab der Unzufriedenheit mit einem Schlag auf den Lenker Ausdruck.

Die Nichtberücksichtigung seiner Equipe Coast für die Tour de France löste bei Zülle Unverständnis aus. Er verstehe den Entscheid nicht, sagte Zülle, der zudem von einem, harten Schlag sprach.

Phonak: Tour de France nicht vor 2003

Erst in einem Jahr steht für das Schweizer Team Phonak die Tour de France zur Debatte. Die Mannschaft soll dem Vernehmen nach auf die nächste Saison hin nochmals beträchtlich verstärkt werden.

In den entscheidenden Momenten der 2. Etappe der Tour de Romandie waren die Phonak-Leute trotz grosser Bemühungen nicht auf der Höhe ihrer Aufgabe. Als gut 30 km vor dem Ziel eine Siebner-Gruppe mit dem gefährlichen Mazzoleni einen Angriff auf Moos lancierte, musste der Unterwalliser selber zum Konter ansetzen. Auf den letzten Kilometern fehlte Moos dann wohl genau jene Kraft, die er dabei verloren hatte.

swissinfo und Daniel Good, Charmey (si)


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