Navigation

Zugvögel sind zurück

Trinkt nur während rund drei Monaten Schweizer Wasser: der Mauersegler. Kraneis

Seit einigen Tagen hört man sie wieder in der Schweiz pfeifen: Die Schwalben, Kuckucke und Nachtigallen. Auch die momentan unfreundliche Witterung hat die Zugvögel nicht von einer Rückkehr in unsere Breiten abhalten können. Der Flug der Störche wird gar per Satellit erforscht.

Dieser Inhalt wurde am 16. April 2001 - 09:30 publiziert

Von den 185 in der Schweiz erfassten Vogelarten sind etwa 60% Zugvögel. Diese kehren zwischen Februar und Mai aus ihren Sommerungsplätzen zurück. Der milde Winter hat in diesem Jahr laut Matthias Kestenholz von der Vogelwarte Sempach dazu geführt, dass einzelne Vögel - wie der Star - bereits im Januar zurückkehrten.

Bei gewöhnlichen meteorologischen Verhältnissen ist der Star zusammen mit der Lerche einer der ersten Rückkehrer, die Afrika im Februar Richtung Europa verlassen. Im März folgt die Weisse Bachstelze, das Rotschwänzchen, die Singdrossel und der Schwarze Milan.

Am längsten gedulden sich der Mauersegler, die Grasmücke oder der Rohrsänger. Nach ihrer Rückkehr im Mai verbleiben diese Vogelarten etwa drei Monate in der Schweiz, bevor sie im Herbst als erste wieder auf ihre lange Reise losziehen. Für diese Flüge bevorzugen die meisten Vögel jeweils die Nacht.

Helene und Willy sind zurück

Mit dem Projekt "S.O.S. Storch" (Störche sind mit Peilsendern ausgestattet)werden aus der Schweiz die Ursachen über die hohen Verluste auf den Zugroute der Störche ergründet, um daraus Schutz-Massnahmen abzuleiten. Bislang haben 12 Störche den mit vielen Gefahren gepflasterten Zug ins Winterquartier überlebt.

Zwei ältere "Satellitenstörche» sind bereits in die Schweiz zurückgekehrt: Helene aus Oberwil BL bezog ihren Horst Ende Februar, Willy erreichte Hünenberg ZG Anfang März.

Auf der falschen Route

Von den beiden andern Zürcher Störchen fehlt derzeit jegliche Spur: Ihre Sender sind seit Monaten verstummt. Walter aus Oetwil am See schaffte wahrscheinlich die Meerüberquerung von Sardinien nach Nordafrika nicht. Diese Zugroute ist wegen der langen Strecke über Wasser viel beschwerlicher und gefahrenvoller als die übliche Route über die Meerenge von Gibraltar.

Zum Verhängnis wurde dem Zürcher Zoostorch David die Zutraulichkeit zu den Menschen, wie die Forscher vermuten. Das letzte Signal empfingen sie in Nordspanien, wo sich das Tier kurz nach dem Ablug in den Süden für einen Rast niederliess.

Nach bisherigen Erkenntnissen erwiesen sich Starkstromleitungen in Südspanien als regelrechte Todesfallen. Mehrere Dutzend Vögel stürzten zudem in einen Wasserturm in Südfrankreich, woraus es ohne menschliche Hilfe kein Entrinnen mehr gibt.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen

Diskutieren Sie mit!

Mit einem SWI-Account erhalten Sie die Möglichkeit, Kommentare auf unserer Webseite sowie in der SWI plus App zu erfassen.

Login oder registrieren Sie sich hier.