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Zum Glück gibt`sCorinne Rey-Bellet

Bisher stand die Walliserin Corinne Rey-Bellet erst einmal im Super-G als Dritte auf dem Podest. Keystone / APA Photo / Robert Jaeger

Beim Weltcup-Super-G der Frauen in Aspen im US-Bundesstaat Colorado schaffte die Walliserin Corinne Rey-Bellet am Freitag (24.11.) als Dritte den Sprung aufs Podest.

Dieser Inhalt wurde am 24. November 2000 - 09:24 publiziert

Das erste Speed-Rennen der neuen Saison ist zumindest der Schweizer Teamleaderin Corinne Rey-Bellet geglückt: Drei Zehntel büsste sie auf die Österreicherin Michaela Dorfmeister ein, gar nur einen Hundertstel auf die Französin Régine Cavagnoud.

Im vergangenen Winter hatte Corinne Rey-Bellet in der Abfahrt starke Leistungen gezeigt und in Altenmarkt auch ihren dritten und bisher letzten Weltcupsieg realisiert. Im Super-G dagegen lief es ihr weniger gut. Der 9. Rang von Bormio war ihr bestes Ergebnis in dieser Disziplin. "Deshalb habe ich auf diese Saison vermehrt wieder Riesenslalom trainiert und mich darauf konzentriert, mehr auf beide Ski zu stehen. Das hat sich jetzt offensichtlich bereits im ersten Rennen bezahlt gemacht", erläuterte die sichtlich zufriedene Corinne Rey-Bellet nach ihrem Rennen.

Bisher hatte die 28-jährige Walliserin im Super-G erst einmal auf dem Podium der ersten 3 gestanden: Am 16. Januar 1999, als ihr in St. Anton die Doublette mit Sieg in Abfahrt und Super-G gelang. "Schon im Training in Copper Mountain habe ich gespürt, dass ich im Super-G wieder besser fahren kann. Wir waren dort mit den Sloweninnen zusammen und im zeitlichen Vergleich mit Mojca Suhadolc schnitt ich sehr gut ab. Dass ich aber hier in Aspen gleich aufs Podium kommen würde, kam auch für mich überraschend. Einen Rang unter den ersten 10 hatte ich mir als Ziel gesetzt."

Eines der schwierigsten Rennen

Zusätzlich aufgewertet wurde die Leistung von Corinne Rey-Bellet durch die Tatsache, dass sie ihr Ergebnis auf einem überaus anspruchsvollen Hang herausfuhr. Die Westschweizerin war sich mit der Siegerin Michaela Dorfmeister einig: "Das war einer der schwierigeren Super-G, den es bei uns Frauen gibt." Seit 12 Jahren haben die Frauen nie mehr im mondänen Nobel-Ort gastiert. Corinne Rey-Bellet ist der Hang nur von einem NorAm-Rennen in Erinnerung, dass sie vor vielen Jahren einmal bestritten hat. Die Super-G-Strecke war indes auch für sie Neuland: "Das war allerdings kein Problem. Ich kann mich relativ schnell auf neue Pisten einstellen."

Dank Michaela Dorfmeister gab es im vierten Frauen-Rennen des Winters den ersten österreichischen Sieg. Schon im internen Training hatte die 27-jährige Nieder-Österreicherin dominiert. Zuvor hatte Renate Götschl, die beste Super-G-Fahrerin des letzten Winters, mit einem schweren Fehler im unteren Abschnitt ihre Siegchancen vergeben, doch Michaela Dorfmeister kam ohne nennenswerte Fehler durch und errang ihren 8. Weltcupsieg. Im Super-G war es der dritte, nachdem sie in den beiden Vorwintern je einmal (in St. Moritz und in Santa Catarina) siegreich geblieben war.

Weniger erfolgreich kämpften die übrigen sechs Schweizerinnen. Weltcuppunkte gab es nurmehr für die Schwyzerin Nadia Styger (21), die mit Startnummer 48 auf den 23. Schlussrang fuhr und ihr bestes Resultat in dieser Disziplin errang. Sylviane Berthod, die nach ihrem Kreuzbandriss des letzten Jahres erstmals wieder zu einem Speed-Rennen startete, lag als 32. knapp hinter den Punkterängen.

Und Catherine Borghi, die nach ihrem Schien- und Wadenbeinbruch nach knapp zwei Jahren ein Comeback gab, schied ebenso aus wie Ruth Kündig, die ein besonderer Pechvogel dieses Rennens war. Die Schwyzerin war wegen des Sturzes der unmittelbar vor ihr gestarteten Lucia Recchia (It) gestoppt worden, nachdem sie bei der Zwischenzeit noch vielversprechend unterwegs gewesen war. Als Zweitletzte trat sie zum zweiten Start an und schied dann aber aus.

swissinfo und Agenturen

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