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20 Jahre SWI swissinfo.ch "Ihr könnt uns umbringen, aber nicht unsere Geschichten"

Diskussionsrunde zu 20 Jahre swissinfo.ch

"You can kill us, but you can't kill the story": Starke Botschaft von Caroline Muscat (Bildmitte) zur Verteidigung der Pressefreiheit. Die Malteserin nahm am Panel von SWI swissinfo.ch über die neuen Bedrohungen für Journalistinnen und Journalisten teil. Am Tag der Diskussion war in Malta ein Mann verhaftet worden, der als Auftraggeber hinter dem Mord an Muscats Kollegin Daphne Caruana Galizia vor zwei Jahren stehen könnte.

(swissinfo.ch)

Mit dem Jubiläum, das am 20. November 2019, in Bern mit internationalen Gästen aus der Medienwelt gefeiert wurde, setzt SWI swissinfo.chexterner Link ein Zeichen für den unabhängigen Journalismus und engagiert sich für "Reporter ohne Grenzen Schweiz".

"You can kill us, but you can't kill the story" - Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, das Recht auf Informationen – unabhängiger und unzensierter Journalismus. Die Proklamation ist laut und weltweit. 

Caroline Muscats Worte hallen nach und ernten Beifall der rund 130 Gäste. SWI swissinfo.ch feiert sein 20-jähriges Online-Bestehen. In der hochkarätig besetzten Paneldiskussion mit Caroline Muscat von The Shift Newsexterner Link (Malta), Galina Timtschenko von meduza.ioexterner Link (Russland) und Daniela Pinheiro, ehemalige Chefredaktorin vom Época Magazineexterner Link (Brasilien) wird offensichtlich, unter welch massivem Druck sich die Medien teilweise in anderen Ländern befinden. 

Die Hetze gegen Journalistinnen ist oft systematisch, Journalisten arbeiten in einem Klima der Angst, sie werden gegeneinander aufgehetzt. Einst unabhängige örtliche Medien sind im wirtschaftlichen Druck zu Propagandamedien umfunktioniert worden. Die gute Nachricht: Es kann etwas gegen Zensur und Unterdrückung der Presse unternommen werden.

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Meinungs- und Pressefreiheit werden in der Schweiz zwar auch immer stärker eingeschränkt, Journalistinnen und Journalisten müssen aber nicht um ihr Leben fürchten. Umso wichtiger ist die Rolle von SWI swissinfo.ch als internationales Medium in der grenzübergreifenden Berichterstattung. 

"Wir berichten auch dort, wo die lokalen Medien keine Pressefreiheit kennen oder nicht mehr unabhängig agieren können. In Russland, China oder auch in arabischen Ländern. Unsere Analysen aus Schweizer Sicht zu internationalen Konflikten haben hohe Relevanz in diesen Zielländern. Sie erhalten den Status von neutralen Faktenchecks für die Menschen vor Ort. Auch das ist Softpower", erklärt Larissa Bieler, Chefredaktorin und Direktorin von SWI swissinfo.ch.

Ganz im Sinne der schweizerischen humanitären Tradition steht auch "Reporter ohne Grenzen Schweiz". Umut Akar, kurdischer Journalist und Maher Akraa, Journalist aus Syrien, konnten dank "Reporter ohne Grenzen Schweiz"externer Link in die Schweiz kommen und führen heute ihren Beruf ohne ständige Bedrohung aus. 

Dem gegenüber stand Akraas Situation in Syrien: "Das Risiko einer Verhaftung machte mir ständig Angst. Bei einem Bombenangriff weisst du, du bist tot. Wenn sie dich mitnehmen, weisst du nicht, was mit dir passiert." SWI swissinfo.ch sammelt Spenden für "Reporter ohne Grenzen Schweiz" und widmete die Jubiläumsfeier den Journalistinnen und Journalisten, die weltweit für die Meinungsfreiheit kämpfen.

"We are force and power" resümiert Galina Timtschenko die Paneldiskussion - und in diesem Sinne gratuliert auch Gilles Marchand, Generaldirektor SRG SWI swissinfo.ch. Er unterstreicht, wie bedeutend die Berichterstattung für die Wahrnehmung der Schweiz im internationalen Kontext sei. 

SWI swissinfo.ch dankt allen Partnerorganisation und Gästen für ihre Treue, Zusammenarbeit und ihren Einsatz für den unabhängigen Journalismus. Auf die nächsten 20 Jahre!

#20yearsSWI

Am 12. März 2019 feierte SWI swissinfo.ch sein zwanzigjähriges Online-Bestehen. Die Geburtsstunde als ehemaliger Kurzwellendienst geht auf das Jahr 1935 zurück. Während des ganzen Jahres, so auch am Reportagen Festival Bern beispielsweise, hat SWI swissinfo.ch über das Thema "Pressefreiheit" berichtet – ein aktueller Fokus. 

Zehnsprachig, multimedial und hintergründig bedient der internationale Dienst der SRG ca. 75 % der weltweiten Internetnutzenden und publiziert Nachrichten, Hintergründe und Denkanstösse aus der Schweiz in die Welt.

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