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Bürgerrechte Schweiz führte vor zehn Jahren eingetragene Partnerschaft ein

Schwule und lesbische Paare können in der Schweiz seit 2007 ihre Partnerschaft offiziell eintragen lassen. Dies bestimmt ein damals neu eingeführtes Gesetz. Doch viele Homosexuelle hoffen, dass die Ehe für alle der nächste offizielle Schritt wird und das Stigma um die eingetragene Partnerschaft damit zu Ende ist. (RTS/swissinfo.ch)

Florent Jouinot von der Waadtländer Vereinigung für homosexuelle Personen (VoGay) glaubt, die eingetragene Partnerschaft werde stigmatisiert, weil solche Paare nicht selber entscheiden können, ob ihr Zivilstand offengelegt wird oder nicht.

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"Wenn man auf Job- oder Wohnungssuche ist oder Steuern zahlt, muss man den Zivilstand angeben. Und da eingetragene Partnerschaften nur für Homosexuelle existieren, kann das zu Diskriminierung führen", sagt Bastian Baumann von Pink Cross, der Bürgerrechts- und Selbsthilfeorganisation von Schwulen in der Schweiz, gegenüber swissinfo.ch.

"Es herrscht Diskriminierung in der Beziehung zwischen dem Staat und den Bürgern. Es sollte keinen Unterschied geben in der Behandlung betreffend Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Ausrichtung."

Doch laut Baumann geht die Schweiz in die richtige Richtung, nicht so, wie etwa Frankreich: In der Schweiz "gibt es keine Rückschritte. Doch mit der gegenwärtigen Welle an konservativen Regierungen in Europa müssen wir vorsichtig bleiben und auf der Hut sein, um auf Entwicklungen reagieren zu können, die der individuellen Freiheit entgegenlaufen".

Ideal wäre die Ehe für alle in der Schweiz, ohne dass die sexuelle Orientierung der Menschen eine Rolle spiele, sagt Carine Landolt, Sprecherin von "LWORK", einem Netzwerk homosexueller Frauen in der französischsprachigen Westschweiz. Es sei zu hoffen, dass die Schweizer Landesregierung (Bundesrat) und das Parlament das Thema in den nächsten Jahren an die Hand nähmen.

Dieser Wunsch schlägt sich auch in den offiziellen Zahlen der Zivilstandsregister nieder: Die Anzahl der neu eingetragenen Partnerschaften hat nach dem anfänglichen Enthusiasmus bereits im Jahr nach der Einführung abgenommen, wie die folgende Grafik zeigt.

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