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Erneuerbare Energien Energiewende zieht die breite Öffentlichkeit an

Enfant et adulte lors d'un atelier de bricolage.

Um die breite Öffentlichkeit anzuziehen, hat Energissima unter anderem Workshops für Kinder angeboten.

(energissima.)

Rund 6200 Personen haben am letzten Wochenende die Energissima in Bulle (Kanton Freiburg) besucht. Diese Ausstellung nachhaltiger Energie- und Technologielösungen beweist, dass das öffentliche Interesse an neuen Energien gross ist. Sie bietet auch eine Bestandesaufnahme der wichtigsten aktuellen Trends.

Die Ausstellung Energissimaexterner Link hat einen langen Weg zurückgelegt. Sie wurde 2007 gegründet und musste nach der Ausgabe 2013, die nur 2300 Besucher anzog, aufgeben. Damals richtete sie sich fast nur noch an Profis. "Es war ein strategischer Fehler", gibt Gründer Pierre Schwaller zu. "Der Markt war dafür zu klein und brauchte keine solche Ausstellung." 

"Ganz andere" Situation

In diesem Jahr wurde Energissima neu lanciert – und fand den Weg zurück zum Erfolg. Dies lässt sich zum Teil damit erklären, dass sich die Ausstellung ans breite Publikum richtet. Die Organisatoren haben alles getan, um Familien anzuziehen, insbesondere mit 50 Aktivitäten und 20 Workshops für Kinder.

Der Erfolg erklärt sich aber auch durch die grundlegend unterschiedliche Situation im Vergleich zu den Anfängen der Veranstaltung. "Noch nie waren die Themen der erneuerbaren Energien und der Energiewende so präsent.... und drängend", sagte Béat Kunz, Präsident der Ausstellung, während der Pressekonferenz.

Pierre Schwaller bestätigte diese Analyse. "Beim Start der Ausstellung im Jahr 2007 stand dieEnergiewende am Anfang. Heute ist es ganz anders", sagte er im Westschweizer Fernsehen (RTS).

Das Ja des Stimmvolks zur Energiestrategie 2050, die den Ausstieg aus der Kernenergie und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien festlegt, kann dem Sektor nur Auftrieb verleihen.

Die Aussteller bestätigten diese Dynamik des Marktes. Claude Jobin, der in den 1980er-Jahren einer der fünf Pioniere war, die in der Schweiz Solaranlagen anboten, sagte gegenüber RTS: "Es gibt jetzt viel Konkurrenz, aber das Potenzial hat tatsächlich zugenommen. Damals haben wir zehn Anlagen pro Jahr gebaut, verglichen mit 560 im letzten Jahr."

Bei Gebäuden ansetzen

Eine Ausstellung wie Energissima bietet auch die Möglichkeit, eine Bestandesaufnahme der wichtigsten aktuellen Trends im Bereich der erneuerbaren Energien zu machen.

"Unsere Priorität sind eindeutig die Sanierung und die Integration neuer Energien in den Gebäuden. Nachdem die Energiewende 2050 im vergangenen Jahr angenommen wurde, können wir nun mit Unterstützung von Bund und Kantonen vorankommen."

Heute verbrauchen Gebäude laut Bundesamt für Umwelt fast die Hälfte der Primärenergie in der Schweiz, 30% für Heizung, Klima und Warmwasser, 14% für Strom und rund 6% für Bau und Unterhalt.

Die Solarenergie bleibt eine der bekanntesten erneuerbaren Energien in der Öffentlichkeit.  Energissima zeigt mit ihrer Bestandesaufnahme auch dafür die wichtigsten aktuellen Trends auf.

"Der grosse Trend ist heute, dass die Solarenergie von der Thermik zur Photovoltaik übergegangen ist. Bei der Photovoltaik erwarten die Leute Speichermöglichkeiten. Deshalb gehen wir hier stark auf die Frage der künftigen Speicheranwendungen ein", sagt Claude Jobin.


(Übertragung aus dem Französischen: Peter Siegenthaler)

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