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Frauen in der Kunst - 3 Viele Schweizer Künstlerinnen gingen vergessen – zu Unrecht

Stilleben schwarzweiss einer Pflanze

Ohne Titel, ohne Datum. Stilleben von Binia Bill.

(max, binia + jakob bill stiftung)

Mit Frauenausstellungen wird im Jahr 2019 vielerorts auf Künstlerinnen aufmerksam gemacht. Nicht ohne Grund, denn es gibt Nachholbedarf: Viele Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts gerieten in Vergessenheit – auch in der Schweiz. Wir stellen Ihnen in einer Serie Künstlerinnen vor, die wiederentdeckt wurden oder erst nach ihrem Tod zu Ruhm gelangten.

Binia Bill (1904 – 1988)

Als dieses Foto in den 60er Jahren entstand, fotografierte Bill nicht mehr.

(Max Bill, max, binia + jakob bill stiftung)

Die Fotografin Binia Billexterner Link wurde 1904 in Zürich geboren. Sie liess sich in Paris zur Konzert-Cellistin ausbilden und studierte an der Itten-Schule in Berlin Fotografie. Zurück in der Schweiz, arbeitete sie als freie Fotografin für verschiedene Publikationen. 1931 heiratete sie den Architekten und Künstler Max Bill, dessen künstlerisches Werk sie eindrücklich festhielt.

Daneben schuf sie ein persönliches fotografisches Werk – auf Reisen, in der Begegnung mit Künstlerfreunden aus dem engsten Kreis der Pioniere der Moderne und später im privaten Bereich. In ihren Stillleben, Porträts und Blumenbildern entwickelte Binia Bill eine persönliche und einzigartige Bildsprache, die das Flair der 1930er-Jahre vermittelte.

Bill blieb im Schatten ihres Mannes, und das, obwohl sie ihre Fotografien ausstellte und einige Kunst-Preise erhielt. Nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Jakob gab sie ihren Beruf auf, arbeitete für ihren Mann für den "Hausgebrauch". 2004 zeigte das Aargauer Kunsthaus ihr Werk in einer Einzelausstellung und widmete ihr endlich die gebührende Aufmerksamkeit.

Wir haben uns die Sichtbarkeit von Künstlerinnen im Schweizer Museumsmarkt genauer in einer umfassenden Datenanalyse angesehen. Diese erscheint am 7. Juni. Melden Sie sich für den Newsletter an, wenn Sie die Reportage per Email erhalten möchten.

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Warum fehlt die weibliche Kunst in den Schweizer Museen?

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