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Gewalttätiger Extremismus


Didier Burkhalter lobt Genf und das Schweizer Modell vor der UNO


Von Frédéric Burnand, Genève


In Genf richteten Didier Burkhalter und Ban Ki-Moon den Fokus auf die Hintergründe des Terrorismus. (Keystone)

In Genf richteten Didier Burkhalter und Ban Ki-Moon den Fokus auf die Hintergründe des Terrorismus.

(Keystone)

Die Vereinten Nationen und die Schweiz haben am Freitag in Genf eine internationale, zweitätige Konferenz über Prävention gegen gewalttätigen Extremismus beendet. Aussenminister Didier Burkhalter hat das Engagement der Schweiz auf internationaler Ebene in diesem Bereich, die Werte der direkten Demokratie als Präventionsmittel im Kampf gegen die Anziehungsgefahr terroristischer Gruppierungen sowie die Kompetenzen der international ausgerichteten Stadt Genf vorgestellt.

Im Anschluss an die Rede von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der den "Idealismus, die Kreativität und Energie der 1,8 Milliarden jungen Menschen" auf der Erde zur Sprache brachte, sprach Didier Burkhalter zu den Konferenzteilnehmern und fragte: "Warum eine solche Versammlung? Oder eher, für wen? Für jedes Kind, für jeden jungen Menschen, für jede Frau und jeden Mann, die Opfer der allzu grossen Verletzlichkeit unserer Erde sind."

Die Vereinten Nationen spielten eine entscheidende Rolle bei der Prävention gegen gewalttätigen Extremismus. Laut dem Aussenminister hat die Schweiz auf diesem Gebiet das Glück, über ein integratives und dezentrales System zu verfügen: "Die föderale Struktur meines Landes beruht auf der Überzeugung, dass eine Kultur des Dialogs, des Kompromisses, der einvernehmlichen und dezentralen Lösungen, des Respekts der Minderheiten und der Gewaltentrennung die Fundamente des Friedens sind."

Didier Burkhalter erinnerte daran, dass Bern seit 2015 eine neue Strategie zur Terrorismusbekämpfung verfolge, die auf Prävention, Repression sowie Schutz vor Krisen und Krisenbewältigung basiere. Die Thematik stehe im Einklang mit der Verfassung sowie mit dem Internationalen Recht, insbesondere der Menschenrechte.

Diese Erfahrung ermutige die Schweiz, sich international zu engagieren. "Konkret haben wir für die Aussenpolitik einen Aktionsplan für Prävention gegen gewalttätigen Extremismus entwickelt. Priorität haben dabei die Jungen und die Frauen sowie das internationale Genf."     


(Übertragung aus dem Französischen: Peter Siegenthaler)

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