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Kampf gegen Malaria Die wichtige Rolle der Schweiz

Ein kambodschanischer Junge lächelt in die Kamera

Dieser Junge aus Kambodscha hat sich 2009 soeben von der Malaria erholt. Lächelnd trägt er ein neues Moskitonetz nach Hause.

(AP Photo/David Longstreath)

Jedes Jahr sterben eine halbe Million Menschen an Malaria. Unter den Todesopfern sind besonders viele Kinder. In der Forschung ist die Schweiz weltweit führend.

Über 200 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria. Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Malaria bis 2030 um 90 Prozent reduzieren. Ein hochgestecktes Ziel, da sind sich die Experten einig. Vor allem, weil die Zahl der Malaria-Infektionen jüngst wieder zugenommen hat.

Der genau Grund dafür ist unklar. Der Vize-Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), Thomas Gass, glaubt, dass die zunehmende Reisetätigkeit weltweit dafür verantwortlich sein könnte. Der Malaria-Erreger könnte so wieder in Gebiete transportiert worden sein, welche zuvor als malariabefreit galten.

Ein Mann spricht

Die Unterstützung vor Ort ist gemäss DEZA-Vizedirektor Thomas Gass mit am wichtigsten im Kampf gegen Malaria.

(Keystone)

Die Schweiz spielt im weltweiten Kampf gegen Malaria eine wichtige Rolle. Zum Beispiel mit den Anti-Malaria-Projekten des DEZA. Aufklärung, Prävention und Unterstützung der medizinischen Infrasruktur vor Ort stünden im Mittelpunkt dieser Projekte, so Thomas Gass: "In Tansania zum Beispiel unterstützen wir integrierte Programme. Es geht darum die Bevölkerung zu informieren, Moskitonetze zu verteilen und die Forschungsinstitute zu stärken."

Malaria

Radiobeitrag über Malaria

SRF, Echo der Zeit vom 19.04.2018

Der Erfolg in Tansania lässt sich sehen. Die Malariainfektionen konnten innerhalb von 15 Jahren um die Hälfte reduziert werden. Gass schätzt, dass so allein in Tansania jedes Jahr 60'000 Kinder vor dem Malaria-Tod gerettet werden konnten.

Vor allem Kinder sind es nämlich, die an Malaria sterben. Nach Angaben der WHO sind 90 Prozent aller Malaria-Opfer unter fünf Jahre alt. Malaria sei eine typische Armutskrankheit, sagt Thomas Gass. Die Betroffenen hätten ohne Unterstützung oftmals keine Möglichkeit sich zu schützen oder heilen zu lassen.

Parasitenbiologie Forschung aus Basel könnte Malaria stoppen

In Basel geben neue Ergebnisse aus der Malaria-Forschung Grund zur Hoffnung: Die Übertragung der Krankheit könnte vielleicht bald gestoppt werden.

Die Schweiz als "Innovations-Hotspot"

In der Innovation und Forschung gegen Malaria ist die Schweiz weltweit führend. Auch wenn es darum geht, eine wirksame Malaria-Impfung zu entwickeln, ist die Schweiz vorne dabei.

Hauptgrund dafür sei, dass neben einer bedeutenden Pharmaindustrie auch zahlreiche Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen in der Schweiz ansässig seien, meint Carole Küng, Geschäftsleiterin des Netzwerkes Swiss Malaria Group: "Die Schweiz kann man als Innovations-Hotspot bezeichnen."

Die Malaria-Symptome

Malaria macht sich mit über 38 °C Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Muskelschmerzen und gelegentlich mit Erbrechen und Durchfall bemerkbar. Die Zeit zwischen dem Mückenstich und dem Auftreten von Symptomen variiert nach Angaben des Bundesamts für Gesundheit zwischen sechs Tagen und mehreren Jahren.

Die durch den Stich übertragenen Parasiten vermehren sich zuerst in der Leber und später in den roten Blutkörperchen, die sie dadurch zerstören.

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swissinfo.ch/SRF/sda

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