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Unsere Debatte: Wer schmeisst den Haushalt?

Keystone / Anonymous

"In der Schweiz schultern Frauen noch immer häufig den grössten Anteil der Kinderbetreuung und Hausarbeit", schrieben wir vergangene Woche auf swissinfo.ch. Wie sieht das anderswo aus?

Dieser Inhalt wurde am 19. November 2019 - 17:02 publiziert

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Unser Artikel über Job und Kinder in der Schweiz sowie die Resultate der Erhebung zu Familien und Generationen 2018Externer Link des Bundesamtes für Statistik BFS haben in den Sozialen Medien verschiedene Reaktionen ausgelöst. Wenn es um die Kinderbetreuung geht, sind die Meinungen geteilt. Die einen finden, dass das Schweizer System zu teuer oder zu wenig fortschrittlich ist, um den Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Die anderen sind überzeugt, dass Kinder nicht extern betreut werden sollten. Die Mutter hat zu Kind und Haus zu schauen.

"Das Schweizer System ist so konzipiert, dass einer der beiden Elternteile zu Hause bleibt, die Kitas sind sehr teuer, wenn beide arbeiten sind die Steuern hoch, wenn beide arbeiten ist die Nanny teurer als die Kita. Und im Schulalter der Kinder verbessert sich die Situation nicht", schreibt Mara Catalina López auf Facebook. 

"Man muss sich schon fragen, was für Intelligenz hier vorhanden sein muss, dass kurz nach dem Kinder bekommen der weibliche Teil sofort wieder in die Arbeitswelt einsteigen will/muss?" fragt Hans-Jörg Kalt ebenfalls auf Facebook.

Wie ist es in der neuen Heimat der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer geregelt?

Nach der Debatte auf FacebookExterner Link wollten wir von den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern wissen, wie in ihrem Aufenthaltsland die Kinderbetreuung organisiert Externer Linkist.

In Grossbritannien würden schon Babys in die Krippe kommen, schreibt eine Auslandschweizerin. "Wegen den hohen Hypotheken muss die Mutter arbeiten. Eltern teilen sich die Pflege und den Haushalt, wobei die jungen Männer des Öfteren mehr machen als die Frauen!", so ihr Eindruck.

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Auch in Griechenland seien die meisten jungen Frauen arbeitstätig und kümmern sich gleichzeitig um die Familie, sagt Silvia Berdou. "Die Männer sind allerdings sehr bemüht um ihre Kinder."

Spannend ist, was wir aus Mauretanien erfahren haben: Da gebe es zwei fundamental unterschiedliche Kulturen. "In der schwarzafrikanischen Kultur machen die Frauen fast alles und die Männer liegen rum und trinken Tee. In der maurischen Kultur sind die Frauen Prinzessinnen und langweilen sich", erzählt Sara Dettwiler.

Die Männer müssten den Frauen kaufen was sie wollten, auch wenn es finanziell eigentlich nicht drin liege. "Dafür haben sie ja Familie und Freunde. Oft muss der Mann auch Angestellte für Haushalt und Kinderbetreuung bezahlen." Frauen müssten nicht arbeiten gehen, aber wenn sie es tun würden, müsse sie nicht anwesend sein. "Sie bekommen den Lohn auch ohne etwas zu tun." Die Frauen dürften ihr Geld für sich behalten, der Mann müsse für den Haushalt aufkommen. "Dementsprechend gibt es aber auch sehr viele Scheidungen und Wiederverheiratungen. Man sagt, dass die Frauen mit jeder Heirat weniger anspruchsvoll würden."

Nun möchten wir von Ihnen wissen:

Der Artikel auf swissinfo.ch "Job und Kinder: Wieso es für Schweizer Mütter hohe Hürden sind"

Eine Erhebung zu Familien und Generationen 2018: "70% der Frauen befürchten negative Konsequenzen für ihre Karriere"Externer Link

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