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Einblick in jüdische Kultur

Jüdische Kultur im Focus. (Bild: jewisheritage.org)

Am Sonntag findet der Europäische Tag der Jüdischen Kultur statt. Daran beteiligen sich in ganz Europa 26 Länder – auch die Schweiz.

Erziehung, Bildung und Studium sind die Themen des diesjährigen Anlasses, der zum 5. Mal über die Bühne geht.

Dieses Jahr stehen Veranstaltungen in sechs Schweizer Städten – in Basel, Bern, Delsberg, Genf, Lausanne und Zürich – auf dem Programm. Koordination und Organisation sind seit dem Jahr 2000 dem Jüdischen Museum der Schweiz in Basel anvertraut.

Neben der Schweiz beteiligen sich am diesjährigen Europäischen Tag der Jüdischen Kultur fast alle Staaten des "alten" und "neuen" Europas sowie die Türkei.

Verschiedene Aspekte

Mit Einführungen und Workshops – alle Veranstaltungen sind gratis - soll den Interessierten Einblick in verschiedene Aspekte und Auffassungen von Erziehung und Bildung im Judentum vermittelt werden.

Die hebräische Sprache und Schrift, der Unterricht in Talmud und Tora, Kenntnisse der Traditionen und Festtage, der jüdischen Kultur und Musik wie auch der Geschichte sind ebenso Thema wie der Austausch zwischen verschiedenen Kulturen.

Vom Schreib-Workshop...

Diskussionsrunden, Ausstellungen, Vorträge, Konzerte, Dokumentarfilme und Rundgänge werden in Synagogen, Gemeinden, Instituten und Museen angeboten.

Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, jüdische Bau- und Kunstdenkmäler zu besichtigen und Gegenwart, Kultur und Religion der Juden Europas –wie auch der Schweiz – kennenzulernen.

In der Genfer Synagoge Beth Yaakov findet zudem ein Schreib-Workshop für Kinder und Erwachsene statt.

...zur Tagebuch-Ausstellung von Anne Frank

Miteinbezogen in den Europäischen Tag der Jüdischen Kultur ist die Ausstellung "Anne Frank und Basel – eine Familiengeschichte über Grenzen" des Jüdischen Museums der Schweiz in Basel.

Es ist eine Ausstellung rund um das Faksimile des Tagebuches von Anne Frank. Es gibt weltweit nur zwei Faksimiles dieses Tagebuches – das zweite ist im "U.S. Holocaust Memorial Museum" in Washington zu sehen. Das Original ist in Amsterdam im Anne Frank Haus ausgestellt.

Grosser Anklang

Die Veranstaltungen des Europäischen Tages der Jüdischen Kultur hätten in den letzten fünf Jahren in der Schweiz grossen Anklang gefunden, sagt Nadia Guth Biasini vom Jüdischen Museum der Schweiz in Basel. "Es kamen jeweils an die 2500 Besucherinnen und Besucher."

Im vergangenen Jahr hätten fast 150'000 Interessierte in 25 Ländern an den Entdeckungsreisen in jüdische Vergangenheit und Gegenwart teilgenommen, so Guth Biasini.

Das sei alles nur dank des Engagements der jüdischen Gemeinden, der Vereine und Verbände, Institutionen, Museen und insbesondere der freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zustande gekommen.

swissinfo, Jean-Michel Berthoud

Fakten

Patronat:

B'nai Brith Europa, European Council of Jewish Communities (ECJC), Red de Juderias de Espana, Agence de Développement Touristique du Bas-Rhin (Strasbourg)

Hinzu kommen die Organisatoren der einzelnen Länder – wie das Jüdische Museum der Schweiz

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In Kürze

Der Europäische Tag der Jüdischen Kultur entstand aus einer Initiative der Agence de Développement du Bas-Rhin, die 1996 im Elsass die "Journée de Portes Ouvertes" lancierte, um auf die jüdischen Bau- und Kunstdenkmäler aufmerksam zu machen.

1999 nahm der Anlass eine europäische Dimension an, da neben Frankreich auch Deutschland, Italien, Spanien und die Schweiz teilnahmen.

Im Jahr 2000 wurde dann ertsmals der Europäische Tag der Jüdischen Kultur durchgeführt. Der Europarat erklärte den Anlass zu einem Teil seiner Kampagne "Europa, ein gemeinsames Erbe".

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