Forschung bleibt eine Männerdomäne

Forschung und Wissenschaft sind nach wie vor Männerdomänen. Zwar steigt der Frauenanteil, aber Chancengleichheit ist weder in der Schweiz noch im übrigen Europa erreicht, stellt das Bundesamt für Statistik bei der Analyse der "She Figures 2009" fest.

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 11:26 publiziert

Die Schweiz weist europaweit einen der höchsten Anteile an Personen mit Doktortitel in der Bevölkerung auf, wie es in der am Montag veröffentlichten Studie heisst. Trotzdem lag der Anteil der Frauen in dieser Gruppe mit 39% im Jahr 2006 unter dem europäischen Durchschnitt von 45%.

Je nach Fachrichtung variieren die Frauenanteile zudem stark. In der Schweiz sind die Frauen in den Bereichen Technische Wissenschaften nur mit 19% und bei den Exakten Wissenschaften mit 33% vertreten. Deutlich höher liegen die Frauenanteile in den Bereichen Bildung (67%) und Landwirtschaft (68%).

In der Forschung bildet die Schweiz in den Sektoren Staat mit 29% und den Hochschulen mit 30% Forscherinnen das Schlusslicht, schreibt das Bundesamt. Damit liegt sie weit hinter dem europäischen Durchschnitt von 39 respektive 37%.

Obschon die Frauenpräsenz an den Hochschulen zunimmt, sinkt der Frauenanteil mit jeder Stufe der akademischen Karriereleiter. 2007 waren nur 22% des Forschungspersonals und knapp 15% der Professorenschaft an den Universitäten Frauen.

swissinfo.ch und Agenturen

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