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Gewinneinbruch bei Swisscom

Die Konkurrenz im Telekom-Markt wird immer härter.

(swissinfo.ch)

Der Schweizer Telekommunikations-Konzern Swisscom hat im 1. Halbjahr 2006 mit 759 Millionen Franken rund einen Drittel weniger Reingewinn gemacht, als in der Vorjahresperiode.

Grund für die schrumpfenden Gewinne waren nicht die politischen Turbulenzen rund um die Swisscom, sondern zusätzliche Rückstellungen wegen eines Rechtsstreits.

"Im Ergebnis findet sich mehr Schatten als Licht, wir können damit nicht zufrieden sein", kommentierte Swisscom-Chef Carsten Schloter am Mittwoch an einer Telefonkonferenz das Halbjahresresultat.

Der Rückgang sei im wesentlichen auf die Senkung der Terminierungsgebühren im Mobilfunk-Bereich und die zusätzlichen Rückstellungen für die Interkonnektions-Verfahren zurückzuführen, gab die Swisscom bekannt.

Die Rückstellung erfolgte im Zusammenhang mit einem bereits bekannten Urteil des Bundesgerichts, dem zufolge Swisscom in den Jahren 2000 bis 2003 der Konkurrenz zu hoch berechnete Interkonnektions-Gebühren zurückzahlen muss.

Mit Wachstum zufrieden

Zufriedener als mit den Erträgen zeigte sich Schloter mit dem Wachstum. Bereinigt um Sondereffekte wäre der Umsatz um ein Prozent gestiegen.

Bei den Breitbandanschlüssen stieg die Zahl der Kunden innert Jahresfrist um knapp einen Drittel auf 1,25 Millionen.

Im Mobilbereich erhöhte sich die Kundenzahl um gut 10% auf 425'000. Die Liberty-Produkte und das Prepaid-Angebot von M-Budget seien beide ein Erfolg, sagte Schloter.

Analysten hatten mehr erwartet

Damit hat die Swisscom weniger verdient als erwartet. Analysten hatten im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur Reuters mit einem Reingewinn von 827 Mio. Fr. und einem Betriebsergebnis (EBITDA) von 1,942 Mrd. Fr. gerechnet.

"Die Probleme, welche die Swisscom Ende letztes, Anfang dieses Jahres hatte, haben absolut keinen Effekt auf die Resultate", sagte Analyst Panagiotis Spiliopoulos von der Bank Vontobel gegenüber swissinfo.

Ziele angepasst

Auch der Umsatz der Swisscom ging um 2,8 Prozent auf 4,773 Mrd. Fr. zurück. Diese Zahl lag nur leicht unter den Erwartungen der Finanzgemeinde von durchschnittlich 4,779 Mrd. Franken.

Für das Gesamtjahr 2006 hält die Swisscom an einem Umsatzziel von 9,5 Mrd. Fr. fest. Der EBITDA dürfte allerdings tiefer ausfallen als bisher von der Swisscom angepeilt. Neu rechnet der Konzern mit einem Betriebsergebnis von 3,7 Mrd. Fr. statt bislang 4 Mrd. Franken.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Swisscom ist der grösste Telekom-Anbieter in der Schweiz.

Bis 1998 hatte Swisscom die Monopolstellung auf dem Telekommunikations-Markt in der Schweiz.

Im November 2005 hatte die Schweizer Regierung den Verkauf ihres Pakets von 66,1% der Aktien angekündigt.

Gleichzeitig hatte die Regierung der Swisscom vorgeschrieben, auf Akquisitionen im Ausland zu verzichten.

Im Parlament setzten sich im Juni schliesslich die Gegner einer Privatisierung durch. Sie hatten befürchtet, dass die Grundversorgung bei einem möglichen Verkauf der Swisscom ins Ausland nicht mehr sichergestellt wäre.

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