Helsana rechnet mit Millionenverlust

Die Finanzkrise zieht auch Krankenkassen tief in die roten Zahlen. Besonders betroffen ist der grösste Versicherer, die Helsana, die das Geschäftsjahr mit einem dreistelligen Millionenverlust abschliessen dürfte.

Dieser Inhalt wurde am 19. Dezember 2008 - 15:59 publiziert

Der grösste Schweizer Krankenversicherer Helsana rechnet für 2008 mit einem deutlichen dreistelligen Millionenverlust, wie Konzernsprecher Rob Hartmans am Freitag in der Sendung "HeuteMorgen" von Schweizer Radio DRS sagte.

Letztes Jahr hatte die Helsana noch einen Gewinn von 95 Mio. Franken ausgewiesen.

Als Grund für den Rückgang machte Hartmans auf Anfrage zwei Faktoren geltend: einerseits die Krise auf den Finanzmärkten und anderseits den Umstand, dass die Gesundheitskosten stärker anstiegen als die Prämien.

Die detaillierten Zahlen wird die Helsana Ende Januar 2009 vorlegen.

"Die Sicherheit für Versicherte und Leistungserbringer ist gewährleistet", fügte Hartmans an, der auch Kritik an der Politik übte, die von den Krankenkassen den Abbau ihrer Reserven verlangt.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gehe aber davon aus, dass die kurzfristigen Verluste auf den Kapitalanlagen wieder wettgemacht würden, sobald sich die Börse erhole, sagte Peter Indra, BAG-Vizedirektor.

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