Swiss abroad

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

In der Schweiz ist es brütend heiss. Wie gerne würde ich in die kühlen Berge gehen und dort für Sie das heutige Briefing schreiben. Das ist gar nicht so utopisch: Schweizer Berggebiete könnten von der neuen Homeoffice-Kultur und vom Klimawandel profitieren.

Liebe Grüsse

Dieser Inhalt wurde am 31. Juli 2020 - 17:00 publiziert
Carlo Pisani

Laut Schweizer Ausgabe von "Die Zeit" könnte das Schweizer Berggebiet von der neuen Homeoffice-Kultur und vom Klimawandel profitieren. Die Hitze locke zukünftig Heimarbeiter vermehrt in die Ferienhäuser.

Im Sommer ist es im Schweizer Mittelland häufig heiss, im Winter neblig. In den Berggebieten sind die Sommer kühler und die Winter sonniger. Dennoch drängen sich die meisten Schweizer und Schweizerinnen im dicht besiedelten Mittelland, weil dort am meisten Arbeitsplätze zu finden sind.

Laut "Die Zeit" eröffnen der Klimawandel und die in der Corona-Krise neu etablierte Homeoffice-Kultur dem Berggebiet neue Perspektiven. Der Klimawandel mit seinen steigenden Temperaturen treibe die Menschen nun auch im Sommer wieder in die Höhe.

Wer auch nach der Corona-Krise zwei oder gar drei Tage in der Woche nicht im Büro arbeiten müsse, könne sich auf über 1000 Meter über Meer zurückziehen. Und im Mittelland könne die neue Heimarbeit dazu beitragen, die Spitzen im Pendlerverkehr zu brechen, die immer teurere Ausbauten des Verkehrsnetzes erforderten.

  • Lesen Sie den ganzen Artikel in der Schweizer Ausgabe der Zeit (Paywall).
  • Inspiration: Möchten Sie mitdiskutieren? Hier geht's zur Debatte.
  • In dieser multimedialen Reportage besuchten wir Personen, die dank Digitalisierung in den Bergen arbeiten und leben.
  • Unser Fokus zum Thema "Renaissance der Bergdörfer".
  • In einer kürzlich publizierten Studie empfiehlt der wirtschaftsnahe Think-Tank Avenir Suisse den Berggebieten, ihre Haupttäler zu Zentren aufzuwerten, statt auf "Geld aus Bern" zu warten. Die PR-Agentur FurrerHugi hat die Studie in ihrem Newsletter zusammengefasst.

Keystone

Die Schweizerische Nationalbank macht im ersten Halbjahr 2020 einen Gewinn von "nur" 800 Millionen Franken. Grund für das massiv rückläufige Resultat ist laut SNB die Corona-Pandemie.

Die Coronavirus-Krise hat für eine hohe Volatilität an den Finanzmärkten gesorgt. Im ersten Quartal machte die SNB wegen des schwierigen Börsenumfelds einen Verlust von 38,2 Milliarden. Die Erholung der Börsen und der Anstieg des Goldes führten für die Periode von April bis Juni dann zu einem Plus von 39,0 Milliarden.

Die SNB betonte, dass ihr Ergebnis überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen und Kapitalmärkte abhängig ist. Starke Schwankungen seien deshalb die Regel.

So machte die SNB beispielsweise 2019 einen Gewinn von 49 Milliarden Franken. Im Jahr 2018 hingegen einen Verlust von 15 Milliarden Franken. Vom Halbjahresergebnis kann man laut SNB denn auch noch nicht auf das Ganzjahresergebnis schliessen.

  • Den ganzen Beitrag von SRF inklusive Radiosendung finden Sie hier.
  • Auch die NZZ  und der Tages-Anzeiger (beide Paywall) sowie Nau berichteten über das Halbjahresergebnis der SNB.
Keystone / Peter Klaunzer

Die SVP-Findungskommission schlägt als einzigen Kandidaten den Tessiner Ständerat Marco Chiesa als Nachfolge von Albert Rösti vor. Sein letzter Konkurrent im Rennen um das SVP-Präsidium ist der Zürcher Nationalrat Alfred Heer.

Es sei ein Glücksfall, wenn der künftige Parteipräsident aus der lateinischen Schweiz komme, schreibt die Findungskommission. In der folgenden Amtsperiode gehe es vor allem darum, die SVP in der Romandie zu stärken.

Chiesa politisiert gemäss Mitteilung gegen die "unkontrollierte Zuwanderung", die Staus auf den Strassen, die steigenden Immobilienpreise und gegen eine "unfaire Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt". Damit ist er der ideale Kandidat, denn der neue SVP-Präsident wird die Partei durch den Abstimmungskampf um die Begrenzungsinitiative führen müssen.

Im Interview mit SRF sagte Chiesa: "Ich lebe in einer Region, die die negativen Auswirkungen der Freizügigkeit sehr gut kennt; Lohndumping, Arbeitssubstitution, Staus auf der Strasse. Und ich möchte, dass meine Kinder die Schweiz wieder erleben, wie ich sie erlebt habe."

Keystone

Am 27. September stimmt die Schweiz über eine Revision des Jagdgesetzes ab. Die Bedingungen für den Abschuss von Wölfen sollen gelockert werden. Naturschutzorganisationen hatten deshalb das Referendum ergriffen.

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass Wolf und Steinbock "regulierbare geschützte Arten" sind und unter bestimmten Bedingungen sogar in Wildschutzgebieten geschossen werden können.

Das Gesetz sieht aber auch einige Neuerungen zur Stärkung des Naturschutzes vor. Zum Beispiel soll der Bund Wildtierkorridore von interregionaler Bedeutung finanzieren.

Das geltende Gesetz von 1985 – als der Wolf noch nicht in der Schweiz wieder angesiedelt war – soll an die Entwicklung der Populationen angepasst werden und die Konflikte zwischen Wolf-Befürwortern und Wolf-Gegnern beilegen. Doch egal wie die Abstimmung herauskommt, die Diskussionen werden mit ihr wohl kaum beendet sein.

Keystone / Martin Ruetschi

Auslandschweizer und Auslandschweizerinnen in Neuseeland können den 1. August normal feiern. Denn das Land ist fast coronafrei. Ein Appenzeller Metzger verkauft den Neuseeländern zur Feier des Tages Landjäger, wie die Appenzeller Zeitung berichtet.

Seit 2012 lebt der 34-jährige Peter Koller aus Appenzell auf der Südinsel Neuseelands. In Blenheim betreibt er unter dem Namen "The Swiss Butcher" eine Metzgerei mit Schweizer Fleischspezialitäten.

Zur Feier des Schweizer Nationalfeiertags am 1. August verkauft er über einen Online-Laden eine Platte mit Schweizer Spezialitäten wie Landjäger, Buureschüblig (Würste) und Schweizer Käse. Auch Olma-Bratwürste und Cervelats stehen im Angebot.

"Die Neuseeländer essen die Bratwürste mit Senf", erzählte Koller der Appenzeller Zeitung. "Am besten verkaufen sich aber die Cervelats." Nicht alle Einheimischen wüssten allerdings, wie man sie zubereitet. Die meisten seiner Kunden seien Auslandschweizer und Neuseeländer, die in der Schweiz gelebt hätten.

  • Den ganzen Artikel finden Sie entweder in der Printausgabe der Appenzeller Zeitung vom 31.07.2020 oder auf tagblatt.ch.
  • Unser Fokus auf die Fünfte Schweiz.
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