Navigation

Skiplink navigation

Presseschau vom 15.05.2003

Die Befreiung eines Teils der Sahara-Geiseln und die Ungewissheit über das Schicksal der weiterhin vermissten Schweizer Touristen ist Thema in den meisten Kommentaren der Schweizer Zeitungen.

Dieser Inhalt wurde am 15. Mai 2003 - 09:19 publiziert

Weitere Themen: Die Osterweiterung der EU, Carlos Menems Rückzieher und die Antwort auf die Frage: Wie kaufe ich ein Gewehr?

"Die halbwegs geglückte Befreiung" nennt es die BASLER ZEITUNG. "Mysteriöses Drama" der Berner BUND. Und der BLICK fragt: "Kommen Schweizer noch lebend raus?"

Dass die Befreiung eines Teils der Geiseln bekannt geworden sei, könnte die verbleibenden Gefangenen bedrohlich gefährden, so der allgemeine Tenor. "Das Bangen geht weiter", schreibt die AARGAUER ZEITUNG.

"Die europäischen Regierungen dürften informiert gewesen sein, gaben ihr Wissen aber nicht weiter - mit Ausnahme des österreichischen Aussenministeriums. Jetzt ist das Leben der noch Entführten in Gefahr. Endet das Drama tödlich, ist Wien mitschuldig."

Keine guten Aussichten

Für die Terroristen sei nun klar, "dass sie im Ernstfall von den algerischen Militärs über den Haufen geschossen werden", meint die BASLER ZEITUNG.

"Keine guten Aussichten für das Ende des Dramas."

Der BLICK hat einen Terrorexperten befragt. Seine Einschätzung:

"Die 15 verbliebenen Geiseln sind in erheblicher Gefahr, weil die Entführer jetzt mit einer Militäraktion rechnen."

Als eine "traurige Geschichte von Gerüchten" bezeichnet es die NEUE LUZERNER ZEITUNG.

"Getreu dem seit Jahren dauernden blutigen Machtkampf in Algerien streuen Militärs, Geheimdienstler und Minister oft sich widersprechende Informationen."

Algerien lenkt ab

Algerien gehe es hauptsächlich darum, "den schmutzigen Krieg, der seit den Neunzigerjahren Zehntausende von Opfern gefordert hat, nachträglich in einen Kampf gegen den internationalen Terrorismus um zu biegen".

Der mutmasslichen Entführergruppe, den Salafisten, wird vorgeworfen, enge Kontakte zur Al-Kaida zu unterhalten. Der BUND befürchtet:

"Der von den USA geführte Irak-Krieg führt zweifelsohne zur Radikalisierung dieser 'Sekte'."

Eines aber ist für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG sicher. Leidtragende sind neben den Geiseln auch die Bewohner der Oasenstädte in Algeriens Süden.

"Sie müssen sich auf einen Rückgang der Besucherzahlen einstellen."

Rückzug als Schachzug?

Der ehemalige argentinische Präsident und erneute Präsidentschaftskandidat Carlos Menem hat sich aus dem Rennen zurückgezogen, Nestór Kirchner wird nun ohne weiteren Kampf Präsident. Doch der Rückzug sei ein taktischer Schachzug, meint der TAGES ANZEIGER.

"Kirchner soll von Anfang an als ein Präsident dastehen, der im Volk über wenig Rückhalt verfügt und dem man deshalb Prügel zwischen die Beine werfen kann."

Doch die Ära Menem sei nun endgültig zu Ende.

"Und das ist ein grosser Fortschritt für Südamerikas zweitgrössten Staat."

Die Erweiterung der EU nach Osten bringt auch die Personenfreizügigkeit. Ein "Spiel mit dem Feuer" sieht darin die BERNER ZEITUNG. Der Schutz der einheimischen Arbeitnehmer könnte die gesamten Bilateralen Verträge gefährden.

"Die Schweiz stünde wieder dort, wo sie 1992 nach der Ablehnung des EWR angefangen hat."

Statussymbole

Terrorismus prägt das heutige Weltbild. Für die WELTWOCHE Grund genug, einen Ländervergleich anzustellen. "Wie kaufe ich ein Gewehr?", fragte sie sich und ging in verschiedenen Ländern auf Einkaufstour.

Und das Wochenmagazin FACTS schliesslich fand den neusten Trend: "Kleine Römer Renner." Die Mini-Autos sind kleiner als ein Smart und meist mit einem 50-Kubikcentimeter-Motor ausgestattet. Will heissen, dass diese ab 14 Jahren ohne Führerschein gefahren werden können.

"Mama hat mir nur gezeigt, wer die Vorfahrt hat."

swissinfo, Christian Raaflaub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen