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Presseschau vom 24.12.2003

Für einmal überlassen vielerorts die Journalisten den Theologen den Platz.

Bibeltexte und mahnende Worte dominieren die Zeitungen an Heiligabend

"Und das sei euch das Zeichen, ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend", zitiert die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG Lukas 2, 11-12.

"Das den Hirten gegebene Zeichen des Kindes in der Krippe ist 'ein Zeichen, dem widersprochen wird'", erinnert die NZZ.

Für die AARGAUER ZEITUNG ist "das Kind ein Zeichen, dass alles noch einmal neu beginnen kann, dass es immer wieder eine Chance gibt. (...) Weihnachten ist das Fest des Neubeginns, das Erlöschen alter Schulden und die Eröffnung neuer Chancen."

"Was ein Menschenkind vermag"

Acht Autorinnen und Autoren schreiben in der AZ persönliche Kurzgeschichten. Fiktives gibt es auch auf der Titelseite der BERNER ZEITUNG. Es ist die Geschichte des "Gebärtechnologen" Oskar Weiss: "Was ein Menschenkind vermag."

Nicht nur in der BZ sondern in vielen Zeitungen kommen Theologen zu Wort. Die BASLER ZEITUNG überlässt die ganze Titelseite einem reformierten Pfarrer. Der schreibt über das Weihnachtsfest und die aktuelle Marsmission:

"Auf einem benachbarten Planeten Spuren von Hinweisen auf mögliches Leben zu finden, wäre eine Sensation. Ausgeschlossen ist es nicht. In der Geschichte von Weihnachten heute noch Leben zu finden, scheint nicht weniger schwierig zu sein. Ist die Geschichte von Gottes Sohn, der zur Welt kommt, so weit weg wie die verstummte Sonde, die ihre Aufgabe erfüllt hat?"

Alle einen?

LE TEMPS sieht das anders. Weihnachten sei die Gelegenheit, unsere Werte zu hinterfragen – dies in einem Moment, in dem kulturelle und religiöse Schocks uns täglich umtreiben würden. Aber eben: "Noël, la fête qui unit toutes les traditions" – Weihnachten sei das Fest, das alle Traditionen eine.

Einigkeit macht der TAGES-ANZEIGER nicht aus. In der TA-Karikatur auf der Titelseite kommt anstelle der Hirten und Könige ein PR-Berater in den Stall zur Krippe. "Friede auf Erden?! Ich nehm das mal unter die Langzeit-Projekte..."

Die NEUE LUZERNER ZEITUNG konkretisiert das in Bethlehem. Der Titel des Textes: "Krieg statt Besinnung".

swissinfo, Eva Herrmann

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