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Schweizer Christen rufen zur Unterstützung Israels auf

Rund 3000 Demonstrationsteilnehmende zeigten "Flagge".

(Keystone)

Rund 3000 Christen haben am Samstag auf dem Bundesplatz in Bern die Schweizer Regierung und das Parlament aufgefordert, für Israels Existenzrecht einzustehen.

Aussenministerin Micheline Calmy-Rey wurde wegen ihren Äusserungen im Libanonkonflikt in diesem Sommer scharf kritisiert.

Die Kundgebung wurde von der Arbeitsgemeinschaft Israel-Werke Schweiz, einer Dachorganisation von 20 christlichen Gruppierungen organisiert: Motto: "Christen zeigen Flagge". So marschierten die Teilnehmenden mit Schweizer und israelischen Fahnen auf. Damit wollten sie ein Zeichen gegen den Antisemitismus und für Israel zu setzen.

Es sei Pflicht der Christen, gemäss dem Propheten Jesaja Israel zu trösten, zu helfen und für Frieden und Schutz für Jerusalem zu beten, sagen die Organisatoren.


Weiter forderten sie dazu auf, die demokratischen Werte der Schweiz nicht von wirtschaftlichen Überlegungen beeinflussen zu lassen. Israel stehe sowohl aussen- wie auch innenpolitisch in der gefährlichsten Zerreissprobe seit seiner Staatsgründung, sagte der frühere Nationalrat der Eidgenössischen Demokratischen Union EDU und Vorsitzender der Israel-Werke Schweiz, Werner Scherrer.

Kritik an Calmy-Rey und Medien

An der Kundgebung kritisierte der Berner EDU-Nationalrat Christian Waber, dass die Bevölkerung der Schweiz ihre Liebe zu Israel aufgeben habe. Seit die Schweiz UNO-Mitglied sei, würde der jüdische Staat nicht mehr durch das Schweizerkreuz, sondern durch die Schmelztiegelfahne der UNO betrachtet.

Schuld daran seien unter anderem die Medien, die einseitig und über den "bösen Juden" berichteten. Auch zu Aussenministerin Micheline Calmy-Rey fand Waber kein gutes Wort. Während des Krieges in Libanon habe sie "auf dem antiisraelischen Parkett ihren Tanz der Wichtigkeit aufgeführt".

Resolution

Nach Gebet, Gesang und Alphornklängen sowie weiteren Reden von Exponenten der christlich-evangelikalen Schweiz wurde eine Resolution zu Handen von Bundesrat und Parlament verabschiedet.

Darin werden die Politiker aufgefordert, sich "klar und deutlich" für das Existenzrecht Israels einzusetzen.

Mit Anspielung auf die palästinensische Hamas wird weiter verlangt, dass die Schweiz Terrororganisationen, die das Existenzrecht Israels ablehnen, nicht als Verhandlungspartner akzeptiert. Zu antisemitischen Handlungen in der Schweiz dürften die Politiker nicht einfach schweigen.

Keine jüdischen Organisationen

Jüdische oder israelische Organisationen waren an der Kundgebung nicht beteiligt. Am Samstag, am Schabbat, sei es für Juden unmöglich, an einen solchen Anlass zu kommen, hiess es dazu an einer Medienkonferenz vor der Demonstration. Der israelische Botschafter in Bern habe aber gegenüber den Organisatoren seine Freude über die Kundgebung geäussert.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Arbeitsgemeinschaft Israel-Werke Schweiz ist ein Zusammenschluss von christlichen Hilfswerken und Organisationen mit dem Ziel, das jüdische Volk, den Staat Israel zu unterstützen.

Sie ist überzeugt, dass Gott die Welt durch Israel gesegnet hat. Durch Israel habe er sein Wort und den Erlöser Jesus Christus geschenkt.

Deshalb sieht die Arbeitsgemeinschaft in Israel ihre geistliche Wurzel.

Die Wiederherstellung Israels als Nation und Volk Gottes versteht sie als die Erfüllung der biblischen Verheissungen.

Israel habe eine besondere Berufung, weil Gott mit seinem Volk einen ewigen Bund geschlossen und auch eine Landverheissung für immer gegeben habe.

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