Weiterhin keine Frauen und Ausländer in der Schweizergarde

Bleibt weiterhin Männersache - die päpstliche Schweizergarde im Vatikan. Keystone

Die Schweizergarde in Rom nimmt weiterhin keine Ausländer und keine Frauen in ihre Reihen auf. Dies gab Gardenkommandant Pius Segmüller, zur Zeit auf Heimaturlaub, am Freitag (18.08.) bekannt.

Dieser Inhalt wurde am 18. August 2000 - 09:29 publiziert

Er glaube nicht, dass es in der Schweiz akzeptiert würde, wenn Ausländer in der Schweizergarde Dienst täten, erklärt Segmüller im Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung". "Dann wären wir keine Schweizergarde mehr", sagt der Kommandant, der auf die 500-jährige Tradition des Korps verweist, mit der er nicht brechen werde.

Auch Frauen bleibe der Dienst im Vatikan verwehrt. Söldner seien traditionellerweise Männer, Wach- und Sicherheitsaufgaben typische Männeraufgaben. "Ich bin offen für Neuerungen in der Schweizergarde. Aber die Beschäftigung von Frauen käme einer Revolution gleich - und das geht bei der Schweizergarde nicht", stellt Segmüller fest.

Die Schweizergarde wurde 1506 von Papst Julius II. gegründet. Bei der "Plünderung von Rom" (Sacco di Roma) am 6. Mai 1527 kamen 147 Gardisten im Kampf um, als sie Papst Clemens VII. retteten.

Die Garde hat einen Sollbestand von 110 Mann und zählt derzeit 98 Mann. Exgardisten helfen mit, Sonderaufgaben während des Heiligen Jahrs zu erfüllen.

swissinfo und Agenturen

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