Navigation

Sprunglinks

Hauptfunktionen

Zum Beispiel ein Lächeln im Treppenhaus

Flüchtingstag 2003 in St.Gallen: Passanten an einem indischen Spezialitätenstand.

(Keystone)

Bundespräsident Josef Deiss fordert zum 25. nationalen Flüchtlingstag von allen Seiten verstärktes Engagement für die Integration von Flüchtlingen.

Die Flüchtlingshilfe wünscht eine Besserstellung der vorläufig aufgenommenen Menschen.

Bundespräsident Joseph Deiss hat im Blick auf den nationalen Flüchtlingstag Einheimische und Flüchtlinge zu stärkeren Integrationsleistungen aufgerufen.

Integration sei für ihn zuallererst eine positive Einstellung gegenüber den Menschen.

Die Schweiz biete gute Voraussetzungen dafür, dass sich Flüchtlinge integrieren können, sagte Bundespräsident Deiss in seiner Ansprache. Integration sei für ihn etwas ganz Persönliches.

"Ein Lächeln im Treppenhaus, das gemeinsame Fussballspiel der Kinder oder der kulturelle Austausch an einem Fest reichen oft schon aus, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen", sagte Deiss.

Auch Flüchtlinge sind gefordert

Auch die Flüchtlinge müssten aber die Gelegenheit zur Integration wahrnehmen. Das Lern- und Unterstützungsangebot sei heute sehr vielfältig.

"Unsere Integrationspolitik ist weder ein bildungspolitischer Selbstbedienungsladen noch eine Einbahnstrasse, auf der sich nur die Schweizer vorwärts bewegen", sagte Deiss weiter.

Der Schweizerische Flüchtlingstag, der dieses Jahr sein 25. Jubiläum feiert, fördert an verschiedenen Veranstaltungen in der ganzen Schweiz die Begegnung zwischen Schweizern, Flüchtlingen und Migranten.

Mehr Unterstützung für Flüchtlinge

Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) fordert in einem Appell eine verbesserte Situation der vorläufig aufgenommenen Menschen. Diese sollen nicht weiter von Integrationshilfen und dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen werden und so zur Untätigkeit verdammt bleiben.

Amnesty International (ai) wünscht im Hinblick auf den Flüchtlingstag einen besonderen Schutz für verletzliche Asylsuchende, die zu den ersten Opfern der "unmenschlichen kantonalen Praxis" würden. Seit der Einführung des Fürsorgestopps hätten viele Kantone den Vollzug massiv verschärft, rügte ai in einer Mitteilung.

Die Menschenrechtsorganisation fordert weiter den Ständerat auf, die massiven Verschärfungen im Asylgesetz wieder zu korrigieren und die Ausweitung des Fürsorgestopps auf abgewiesene Asylbewerber zu verhindern.

Die Kirchen engagieren sich

Nach einer Mitteilung der Caritas vom Mittwoch rufen die Vertreter der katholischen, evangelischen und christkatholischen Kirchen sowie des Israelitischen Gemeindebundes dazu auf, Menschen aus anderen Kulturen zu integrieren. Nur so könne "eine gemeinsame Zukunft erwachsen, die diesen Namen verdient".

Bevölkerung, Staat und Kirchen könnten mithelfen, "dass Flüchtlinge hier die Möglichkeit haben, eine sichere, friedliche Existenz aufzubauen". Im vergangenen Jahr sorgte Caritas Schweiz im Auftrag des Bundes für die Unterbringung von über 1000 Asyl Suchenden. Zudem betreute sie mehr als 250 anerkannte Flüchtlinge.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Am 25. nationalen Flüchtlingstag (19. Juni) finden fast in allen Schweizer Städten Veranstaltungen statt: Konzerte, Lesungen, Gottesdienste oder Vorträge.

Die Hilfswerke rufen gemeinsam dazu auf, Menschen aus anderen Kulturen zu integrieren. Nur so könne "eine gemeinsame Zukunft erwachsen, die diesen Namen verdient".

Infobox Ende

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.