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Chagall-Ausstellung in Lugano

Das Museum für moderne Kunst der Stadt Lugano eröffnet am Mittwoch (07.03.) seine grosse Frühjahrsausstellung. Sie ist dem Werk des russischen Malers Marc Chagall (1887-1985) gewidmet. Das Interesse für Billets ist schon jetzt gewaltig.

Mit einigem Stolz präsentierte Kurator Rudy Chiappini am Montag der versammelten in- und ausländischen Presse die Ausstellung in der Villa Malpensata, in der das Museo d'Arte Moderna untergebracht ist. Auf drei Stockwerke verteilt sind 80 Gemälde, 40 Aquarelle, Gouachen und Zeichnungen sowie 6 Skulpturen zu sehen.

Mehrere Ausstellungen haben in den letzten Jahren einzelne Zeiträume oder Lebensabschnitte Chagalls beleuchtet. Eine umfangreiche Anthologie der Werke gab es aber seit 1955 in der Schweiz nicht mehr.

Dies unterstrich auch Chagalls Enkelin Meret Meyer, die bei der Medienkonferenz anwesend war und der Ausstellung wissenschaftlich beratend zur Seite stand. Die in Lugano ausgestellten Bilder reichen von der russischen Frühphase (1908-1910) bis zum französischen Spätwerk (1960-1980).

Kraftvolle Farben

Die ersten Räume beginnen mit "Chagalls Lehrjahren", in denen die ersten malerischen Kühnheiten sichtbar werden. Die kraftvoll ineinandergestellte Farben, wie sie schon im "Sitzenden roten Akt" von 1908 deutlich werden, begleiten durch alle Säle.

Im ersten Stock hängt das berühmte "Triptychon Résurrection - Libération - Résistance" (1937-1952), an denen Chagall separat arbeitete. Allen gemeinsam ist die Präsenz des Messias, des jüdischen Märtyrers. Eine Rolle spielen auch Rabbiner, bewaffnete Aufständige der Sowjetrevolution, Musikanten, Tänzern und Akrobaten.

Nur Originale

Neben dem genannten Tryptychon sind weitere Meisterwerke wie "Le violiniste" (1911), "La femme enceinte" (1913), "La poète allongé" (1915) und "La Maison bleue" (1920) zu sehen. Im dritten Stock des Museums hängen zirka 40 Aquarelle und Zeichnungen. Auf Lithographien wurde bewusst verzichtet, da nur Originale gezeigt werden sollen.

Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am Mittwoch, 7. März, im Beisein von Bundespräsident Moritz Leuenberger statt. Erwartet werden auch viele eidgenössische Parlamentarierer, die sich im Tessin befinden, da seit Montag in Lugano die Frühjahrssession stattfindet.

600 Gruppen angemeldet

Das Budget für die Ausstellung beläuft sich laut Chiappini auf rund 1,8 Mio. Franken. Die Mittel werden hauptsächlich für Transport und Versicherung benötigt. Dank mehrerer Sponsoren und dem Billetverkauf erwartet die Stadt Lugano nur ein geringes Defizit.

Die Ausstellung dauert bis am 1. Juli. Der Erfolg ist abzusehen. Bereits haben 20 000 Besucherinnen und Besucher ein Billett reserviert. 600 Gruppen, vorwiegend aus Italien, sind angemeldet.

swissinfo und Agenturen



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