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Ein Katalog von alten Zöpfen Wäre das eine Frisur für Sie?

Der vorliegende Bildband ist eine Zusammenstellung von Bildern aus dem Archiv des Fotostudios von Gaechter+Clahsen. Es sind Bilder, die im Auftrag des Zürcher Coiffeur Salon Elsässer, "House of Hair and Beauty", entstanden sind.

Die ältesten Aufnahmen stammen aus den 1970er-Jahren, die jüngsten entstanden in den 1990ern. Produziert wurden die Bilder im Studio des Fotografenpaars, um diese später in Zeigebüchern den vornehmen Damen der Zürcher Gesellschaft als Katalog der jeweils aktuellen Frisurentrends zu präsentieren.

Analog zum Kalender der Modeschauen, in denen die grossen internationalen Modehäuser ihre neuen Kollektionen zeigten, wanderten junge, weibliche Modelle zu Elsässer in den Salon um sich dort den neuesten Haarschnitt, den aktuellsten Style geben zu lassen. Danach schnell im Taxi ins Studio, um dort von den Fotografen porträtiert zu werden.

Ihre Bilder richteten sich an eine durchaus bürgerliche Kundschaft, für die das Erhalten von Qualität, die man auch zu bezahlen bereit war, etwas Unverhandelbares darstellte. Nur das Beste war gut genug.

Die Fotografen Gaechter+Clahsen selber sind die Vertreter einer Generation, die für sich eine ähnliche Haltung in Anspruch nahmen. Für sie war die Fotografie ein Handwerk, das nach technischen Kompetenzen, Sorgfalt und sachlicher Präzision verlangte und sich ganz in den Dienst des Auftrags und des Kunden stellte. Nicht sie waren hier die Künstler, nein, die Coiffeure waren es!

Die Krone, die man nie ablegt

Die Bildersammlung ist eine Zeitkapsel. Der Blick auf eine vergangene Zeit ist nicht auf Anhieb offensichtlich, aber stets spürbar und die Haare – onduliert, gestuft, gesliced oder effiliert - spielen immer die Hauptrolle, sind die Hauptsache.

Was wir auf dem Kopf tragen, ist Schutz und dient zugleich der Schönheit. Hinter den langen Haarlocken kann man sich verstecken, Haare sind wie Antennen und strahlen gleichzeitig sexuelle Anziehung aus, dabei gilt gesundes und glänzendes Haar als eines der wichtigsten Schönheitsattribute.

Der Titel des Buches – Fünf Finger Föhn Frisur – bleibt ein kleines Rätsel. Begleitet werden die Bilder von Peter Gaechter (1939) und Bettina Clahsen (1941) von einem Text des Zürcher Kunsthistorikers Jörg Schellerexterner Link. Die Buchvernissage findet am 4. September ab 19 Uhr in den neuen Räumen der Edition Patrick Frey an der Limmatstrasse 268 in Zürich statt.

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Warum fehlt die weibliche Kunst in den Schweizer Museen?

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