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Fest für eine farbige Schweiz


Die Expo hat einen weiteren Teil ihres Kulturprogramms präsentiert - Expo-Direktorin Wenger erhofft sich durch die Events das grösste multikulturelle Fest, das die Schweiz je sah.

Bewährtes und kaum Bekanntes, Schweizerisches und Fremdes - die Palette der Expo.02 in den Bereichen aktuelle Musik, Kino und Komik ist breit. "Die Events werden den festlichen und geselligen Charakter der Landesausstellung entscheidend prägen", hofft Nelly Wenger.

Wort und Musik im Dunkeln

Dies nicht zuletzt durch verschiedenste Sinneserfahrungen. Zum Beispiel auf der Arteplage in Murten in der Ausstellung "Blinde Kuh". Dort laden Blinde Sehende dazu ein, zu fühlen, wie es ist, wenn man nichts sieht. Zu erfahren sind Geräusche der Nacht, Klangwelten, Musik im Finstern oder im Dunkeln erzählte Geschichten, etwa von Franz Hohler, Linard Bardill oder Jean-Louis Millet.

Überraschend, bewährt und multikulturell

Ausserhalb der dunklen Welt der "Blinden Kuh" locken auf den vier Arteplages Blues, Rock, Alpenmusik, Country, karibische Rythmen, experimentelle Musik und traditionelle Klänge fremder Kontinente. Musik, gespielt von mehr und weniger bekannten Interpretinnen und Interpreten. "Die Landesausstellung muss wie ein Scheinwerfer funktionieren, der zugleich Neuheiten beleuchtet wie auch diejenigen Künstler, die zu oft im Schatten stehen", meint Daniel Rosselat, Direktor Events.

Zu hören sein wird beispielsweise Alpenmusik von Max Lässer und Hubert von Goisern oder die Mundartband Patent Ochsner ebenso wie aktuelle rätoromanische Musik. Ihren Platz haben zudem traditionelle westafrikanische Klänge, auch konnten einige ausländische Stars verpflichtet werden: etwa die kubanische Legende Compay Segundo oder der algerisch-französische Raï-König Khaled. Nelly Wenger freut sich, dass die Events "der Öffnung verpflichtet sind und es den Besuchern ermöglichen, fremde Kulturen zu entdecken".

Eine zentrale Rolle spielen die beiden Clubs "Mondial" (Yverdon) und "Le Cargo" (Neuenburg), die bis weit in die Nacht geöffnet sein werden. Im "Mondial" verspricht die Direktion Events "eine Klangreise von Laos nach Rumänien", begleitet von kulinarischen Freuden. Im "Cargo" ist urbane Musik angesagt, etwa Elektro, Rock, Jazz oder Hip-Hop.

Von Erfahrung profitiert

Auswahl und Organisation der musikalischen Auftritte hat die Expo erfahrenen Programmveranstaltern anvertraut, unter anderen Mitarbeitern des Gurtenfestivals, des Open Air St. Gallen und des Paléo Festivals.

Verschiedene Festivals aus der ganzen Schweiz bereichern die Expo durch Gastauftritte, indem sie einen Tag oder Abend im Drei-Seen-Land gestalten und damit eine sogenannte "Carte Postale" ans Programm beisteuern.

Solche "Cartes Postales" gibt es in allen künstlerischen Bereichen, so wird auch Emmanuel Pahud, einer der weltbesten Flötisten, dank dem Menuhin Festival Gstaad nach Murten kommen.

43 Tage Kino-Open Air

Auch das 43-tägige Open Air Cinema der Expo.02 in Murten wird durch diese "Cartes Postales" ergänzt. Einen Beitrag leisten die Filmfestivals von Locarno, Fribourg oder Nyon, sowie die Solothurner Filmtage. Gezeigt werden aktuelle Filme und Klassiker, ausländische und schweizerische Produktionen - unter anderem Stefan Haupts "Utopia Blues", Gewinner des diesjährigen Schweizer Filmpreises.

Drei Abende sind dem Stummfilm gewidmet. Das Berner Ensemble "I Salonisti" wird den Silhouettenfiln "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" untermalen, die Basler Sinfonietta "The General" mit Buster Keaton. Das Trio "Words Within Music" wird mit der Komposition seines Mitglieds Daniel Schnyder die Projektion von Faust (1926) begleiten.

Und damit die Kinder nicht zu kurz kommen, lädt die Zauberlaterne, der Filmclub für Kinder, zur Vorstellung. Ausnahmsweise sind auch die Eltern eingeladen.

Es darf gelacht...

Auch Komiker, Clowns, Akrobaten und Mimen sorgen für Unterhaltung. Junge Talente und bestandene Künstler bieten auf verschiedenen Bühnen mehrmals täglich ein Spektakel von 20 bis 40 Minuten. Auf der Arteplage in Biel ist das Programm eher der deutschsprachigen Komik gewidmet, in Yverdon der lateinischen und in Neuenburg wird Pantomime und clowneskes Theater jenseits aller Sprachgrenzen gezeigt.

Im Abendprogramm sind Vorstellungen mit Gardi Hutter, dem Seiltänzer David Dimitri, dem Duo Cuche et Barbezat und mit Marie-Thérèse Prichet geplant. Auch Viktor Giacobbo, Patrick Frey und Rolf Corver vom Casinotheater Winterthur werden auftreten.

... und geträumt werden

Wer in eine völlig fremde Welt eintauchen will, sich aber nicht ins Dunkel der "Blinden Kuh" wagt, könnte sich auf die Expo-Kreation "Halbtraum" einlassen. Die Musik-, Theater, Video- und Lichtspiel-Show "Halbtraum" haben die Toggenburger Band "Die Regierung" und der Genfer Sänger und Texter Polar geschaffen. Stoff der Inszenierung sind Träume, gesungen und gesprochen wird gleichzeitig Schweizerdeutsch, Hochdeutsch, Französisch, Kauderwelsch und Englisch.

Kathrin Boss Brawand

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