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Picassos aus Zürcher Kunstraub wieder aufgetaucht

Sechs Jahre nach dem aufsehenerregenden Kunstraub aus der Zürcher Kunstgalerie Max G. Bollag (Bild) sind sieben der acht Bilder wieder aufgetaucht. Die Diebe waren 1996 verurteilt worden, die Bilder blieben aber bisher verschwunden.

Sechs Jahre nach dem aufsehenerregenden Kunstraub aus der Zürcher Kunstgalerie Max G. Bollag (Bild) sind sieben der acht Bilder wieder aufgetaucht. Die Diebe waren 1996 verurteilt worden, die Bilder blieben aber bisher verschwunden.

Sieben Bilder von Pablo Picasso und ein Werk des Malers Julius Pinkus Pascin waren im Oktober 1994 aus der Galerie des heute 87- jährigen Besitzers Max G. Bollag gestohlen worden. Der Wert der Bilder wurde ursprünglich von Bollag mit 52 Millionen Franken angegeben. Experten sprachen jedoch in der Folge von einer viel zu hohen Schätzung.

Bereits im letzten Sommer ausfindig gemacht

Im letzten Sommer konnte ein Angehöriger der Familie Bollag die bisher verschwundenen Bilder über einen Vermittler wieder ausfindig machen, wie die Zürcher Kantonspolizei erst am Dienstag (08.02.) mitteilte. Für dessen Bemühungen musste die Besitzerfamilie ihm allerdings zwei Picassos, “Le jeune Cavalier” und “Vieillard et Fillette” überlassen.

Nach wie vor nicht aufgetaucht ist dagegen ein Gemälde von Julius Pinkus Pascin mit dem Titel “Nu sur un lit”. Den dreisten Einbruch hatten damals ein Schweizer und drei Italiener begangen, welche im August 1996 vom Bezirksgericht Baden wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden.

Vom Wert der Beute selber überrascht

Die vier 28- bis 53-jährigen Täter kassierten hohe Strafen zwischen vier und fünfeinhalb Jahren. Sie handelten angeblich im Auftrag und stahlen jene Bilder, die von einem angeblichen Drogenlieferanten “bestellt” worden waren. Vom angeblichen Wert der Bilder waren sie im Nachhinein selber überrascht gewesen, wie sie damals vor Gericht aussagten.

Bilder nie versichert

Während die Staatsanwaltschaft von einem Wert der Bilder von über 50 Millionen Franken ausging, warteten die Verteidiger mit Expertisen auf, die von einigen Millionen Franken sprachen. Am wertvollsten waren die beiden Picasso-Bilder “Die Sitzende”, 1903 in der blauen Periode gemalt, sowie “El Cristo de Montmartre”, 1904 in der rosa Periode gemalt.

Die beiden Werke, die sich jetzt wieder im Besitz der Familie befinden, wurden bereits 1991 aus derselben Galerie bei der Bahnhofstrasse gestohlen und kamen ein Jahr später wieder zum Vorschein.

Bollag hatte die Bilder nie versichert und in seiner Galerie an der Bahnhofstrasse auch nicht speziell vor Diebstahl gesichert. Jetzt seien die Bilder an einem sicheren Ort aufbewahrt, teilte die Kantonspolizei am Dienstag mit.

SRI und Agenturen

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