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Rote Fabrik feiert 20-Jahr-Jubiläum

Seit 20 Jahren bereichert die Rote Fabrik die Zürcher Kulturszene.

(Rote Fabrik)

Mit verschiedenen Produktionen aus den Bereichen Musik, Tanz, Performance, Videoinstallation und Literatur, die aus einer öffentlichen Ausschreibung ausgewählt wurden, feiert die Rote Fabrik vom 22.-24. September ihr 20-jähriges Bestehen.

Das Kulturzentrum wurde am 25. Oktober 1980 - vorerst provisorisch - in der 1892 erbauten Roten Fabrik eröffnet. Bereits 1977 war die Fabrikanlage am Zürichsee in einer Volksabstimmung zu einem Zentrum für Freizeit-, Kultur- und Bildungsaktivitäten bestimmt worden.

Beschleunigt wurde die Entwicklung durch die Opernhauskrawalle von 1980; sieben Jahre später anerkannte das Stimmvolk die Rote Fabrik als subventioniertes Kulturzentrum. Die in der Kulturszene anerkannte Institution will heute mehr sein als eine Alternative zum bürgerlichen Kulturverständnis. Der einstige Rebellen-Betrieb versteht sich als Trendsetter im kulturellen Leben.

Laut Angaben von Vertreterinnen und Vertretern der Interessengemeinschaft Rote Fabrik (IGRF) werden jährlich bis zu 300 Veranstaltungen durchgeführt. Der technische Aufwand für Kulturproduktionen ist in den letzten 20 Jahren enorm gestiegen. Aber auch erhöhte Gagenforderungen als Folge des künstlerischen Wettbewerbs bekommt die Rote Fabrik zu spüren.

Kulturpolitische Mogelpackung

Im Zuge der städtischen Subventionserhöhungen für die Kultur fordert auch das alternative Kulturzentrum mehr Geld. In den vergangenen Jahren unterstützte die Stadt Zürich die Rote Fabrik mit rund 2,06 Mio. Franken pro Jahr. Jetzt beantragt die IGRF eine Erhöhung um 900'000 Franken.

Das im Juli vom Zürcher Stadtrat präsentierte Kulturbudget 2001 bezeichneten die IGRF-Mitgleider als "kulturpolitische Mogelpackung". Die um fast 7 Mio. Franken erhöhten Subventionen sollen laut Stadtpräsident Josef Estermann zu zwei Dritteln dem Schauspielhaus, der Tonhalle und der Stiftung Kunsthaus zugute kommen; ein Drittel geht an kleine und mittlere Kulturbetriebe.

Im Detail sehe die Rechnung ganz anders aus, erläuterten Vertreterinnen der IGRF. Nur gerade knapp sieben Prozent seien für die alternative Kultur vorgesehen, je dreizehn Prozent erhielten etablierte Kleininstitute und die Präsidialabteilung. "Wir werden um mehr Geld kämpfen", ertönte es im früher gewohnten rebellischen Geist. Die IGRF erwartet von der Kulturkommission entsprechende Korrekturen im Kulturbudget 2001.

Neues Kulturangebot

Für die Zukunft plant die Rote Fabrik Theaterkurse für Kinder und Jugendliche sowie ein Aufnahmestudio als Plattenservice für DJs. Auch eine Infothek und ein Internetcafé mit Verkaufsshop sind vorgesehen.

swissinfo und Agenturen

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