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In der Schweiz leben die meisten Menschen in Mietwohnungen. Um eine passende Wohnung zu finden, ist es eine grosse Hilfe, wenn man weiss, wie der Wohnungsmarkt funktioniert.

In städtischen Grossräumen wie Zürich und Genf kann es schwierig sein, eine Wohnung zu finden. Die Mietpreise können je nach Region und Lage stark variieren.

Heute werden Wohnungen/Häuser zumeist über das Internet gesucht, wo spezialisierte Agenturen wie etwa Homegate, Immoscout24 oder Immostreet Datenbanken mit Miet- und Kaufangeboten führen.

Nach Adressen von Immobilienmaklern in der ganzen Schweiz kann man auf der Website Immobilienmakler.ch suchen.

Zudem publizieren die meisten Zeitungen und amtlichen Anzeiger Wohnungs- und Immobilienangebote. Und Gemeinden führen teilweise eine Liste mit Leerwohnungen.

Eine Liste mit Schweizer Zeitungen ist online zugänglich. Und eine Liste der Gemeindebehörden finden Sie auf dem Schweizer Portal ch.ch.

Eine populäre Adresse für Leute, die keine ganze Wohnung, sondern ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft (WG) suchen, ist WGZimmer.ch.

Und wer vorerst eine möblierte Wohnung auf Zeit braucht, kann beispielsweise auf der Website von Untermietservice suchen.

Beliebt wurde in letzter Zeit die Vermietung von Wohnungen über den Dienst "Airbnb". So hat sich die Anzahl Personen, die Wohnungen so weitervermieten, innert zwei Jahren auf 300'000 verdoppelt.

Zudem sind in der Schweiz auch viele so genannte Relocation Services aktiv, das sind Agenturen, die beim Umzug in die Schweiz helfen können. Solche Dienste werden vor allem von Kaderleuten internationaler Unternehmen genutzt, die eine Stelle in der Schweiz annehmen (oder genereller: von Leuten mit grösseren Umzugs-Budgets).

Diese Agenturen kümmern sich meist neben der Suche einer Wohnung auch um Aspekte wie Versicherungen und die Anmeldeprozeduren am neuen Ort.

Mietvertrag und Übernahmeprotokoll

Hat man eine Wohnung gefunden, wird vor dem Einzug ein Mietvertrag unterzeichnet. Die Mietverträge können zeitlich beschränkt oder unbeschränkt sein. Unbeschränkte Verträge bleiben stillschweigend gültig, bis eine der beiden Vertragspartien kündigt; die Verträge beinhalten eine Kündigungsfrist. Will ein Mieter, eine Mieterin vor Ablauf dieser Frist ausziehen, so muss man dem Vermieter normalerweise einen solventen Nachmieter nennen können.

Beim Einzug in die Wohnung wird ein so genanntes Übergabeprotokoll erstellt, bei dem allfällige Mängel/Schäden detailliert festgehalten werden. Es ist wichtig, dass die Mietpartei darauf achtet, dass alle Mängel protokolliert werden, denn sonst kann es passieren, dass man später beim Auszug für die Reparatur eines Mangels aufkommen muss.

Es wird zudem meist strikt darauf geachtet, dass die Wohnung bei der Abgabe sauber überlassen wird. Es gibt auf solche Reinigungen spezialisierte Firmen.

Beim Mieterverband der Deutschschweiz, in der französischsprachigen oder der italienischsprachigen Schweiz sind detaillierte Informationen zu allen Aspekten des Mietens von Wohnungen zu erhalten, von Mietverträgen, wie man diese kündigt und was sonst so normalerweise von Mietern und Mieterinnen erwartet wird.

Weiter bietet auch das Schweizer Portal ch.ch Antworten auf Fragen zum Mietrecht.

Mietwohnungen (und Häuser) sind zudem im Gegensatz zu Deutschland in der Regel mit einer kompletten Küche inklusive Geräten wie Kühlschrank, Herd, heute oft auch Spülmaschine ausgestattet. Auch Waschmaschinen und Wäschetrockner gehören zu den meisten Wohnungen.

In Mietshäusern befinden sie sich oft im Kellerbereich des Hauses und stehen allen Mietern und Mieterinnen zur Verfügung. Die Nutzung dieser Maschinen ist nach unterschiedlichen Systemen geregelt, mit Listen, in die man sich eintragen muss – oder nach vorgegebenen Daten, an denen man waschen darf.

swissinfo.ch

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