"Autoteilet" immer populärer

Dreiliter Lupos fahren die Partnerschaft zwischen Mobility Carsharing und Migros ein. Keystone

Die Carsharing-Genossenschaft Mobility hat die Zahl der Kunden im Jahr 2000 zwar erhöhen können; finanziell hingegen erlitt sie einen Rückschlag: Bei einem Umsatz von 27,11 Mio. schliesst sie mit einem Defizit von 792'580 Franken ab.

Dieser Inhalt wurde am 17. Juni 2001 - 10:01 publiziert

Wie dem jüngsten "Mobility-Journal" vom Wochenende zu entnehmen ist, liegen die Gründe für den Fehlbetrag in ausserordentlichen Ausgaben für den forcierten Einbau des selbst entwickelten Bordcomputers. Anfang 2000 fuhren erst 100 Mobility-Autos damit, Ende 2000 waren es bereits 1007. Der Bordcomputer-Einbau sei unter anderem deshalb vorangetrieben worden, weil die Zahl der Autodiebstähle zugenommen habe, heisst es im Bericht.

Ein weiterer Grund für das Defizit seien nicht budgetierte Mehrausgaben infolge verschiedener Wechsel in der Geschäftsleitung. Trotzdem sei die Finanzierungsstruktur des Unternehmens gesund. Der Finanzierungsgrad liege bei 44 Prozent, das Anlagevermögen sei zu 74 Prozent durch Eigenkapital gedeckt.

Ein Viertel mehr Autos und Kunden

Insgesamt hat das Unternehmen seine Kundenzahl im letzten Jahr gegenüber 1999 um 26 Prozent auf 37'591 und die Zahl der Fahrzeuge um 23 Prozent auf 1'434 steigern können. Die Zahl der Standorte wuchs um 16 Prozent auf 833 (in 354 Ortschaften). Mobility beschäftigt 151 Personen, 24 Prozent mehr als 1999.

Als Erfolg wird das neue Produkt "Busines Carsharing" bezeichnet, das letztes Jahr lanciert wurde. Bereits über 800 Firmen nutzten das Angebot, heisst es im "Mobility-Journal" weiter. Verschiedene kantonale Verwaltungen nutzen das Mobility-Angebot mittlerweile ebenfalls.

Gebührenerhöhungen auf Mitte Juli

Auf den 15. Juli will Mobility verschiedene Gebühren erhöhen und einen Nachttarif einführen. Mobility reagiere damit auf ein verändertes Kundenverhalten und setze auf eine verursachergerechte Kostenrechnung, heisst es.

So werden Reservationen und Reservations-Änderungen künftig berechnet. Ferner sind Annullations-Pauschalen und höhere Gebühren für verspätete Fahrzeugrückgabe vorgesehen. Auch die Bearbeitung von Verkehrsbussen und Schadenfällen wird teurer.

swissinfo und Agenturen

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