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"Fête de la Musique" auch in der Deutschschweiz

In Genf findet der "Tag der Musik" seit 1992 statt.

(fetedelamusique.ch)

In Zürich findet er zum zweiten, im Kanton Bern zum ersten Mal statt. Der "Tag der Musik" zum Sommeranfang.

1982 in Frankreich ins Leben gerufen, stösst die "Fête de la Musique" nach der Romandie nun langsam auch in die Deutschschweiz vor.

"Musik soll nicht verkauft, sondern geteilt werden." - Das ist nicht der Slogan einer neuen Musiktauschbörse im Internet, sondern die Meinung von Leonard Bernstein, bis zu seinem Tod im Jahre 1990 einer der wichtigsten Dirigenten des vergangenen Jahrhunderts.

Bernsteins Leitsatz findet sich im Programm der Zürcher "Fête de la Muisque" und spiegelt den Geist dieser Veranstaltung. Sie wurde 1982 von Jack Lang, dem damaligen französischen Kulturminister, ins Leben gerufen.

Jeweils zur Sonnenwende am 21. Juni geben Musikerinnen und Musiker Gratis-Konzerte in jeder Musikrichtung an öffentlichen Plätzen. Seit der Gründung findet der Anlass in über 100 Ländern statt.

Ein Quartierfest in Zürich

Zum zweiten Mal findet der Anlass in diesem Jahr auch in der Deutschweiz, genauer in Zürich statt. "Es handelt sich noch um ein kleines Quartierfest", erklärt die Organisatorin Sandrine Charlot Zinsli.

"Aber wir haben die Unterstützung der Stadt und des französischen Generalkonsulats", ergänzt sie. Charlot Zinsli stellt auch eine französischsprachige Kultur-Plattform für die Region Zürich ins Internet.

Zum ersten Mal findet der Anlass auch in verschienden Ortschaften des Kantons Bern statt. Der Verband Bernischer Musikschulen feiert gleichzeitig sein 20-Jahr-Jubiläum.

In der Romandie bereits etabliert

Genf war die erste Schweizer Stadt, die 1992 zum Sommeranfang nach französischem Muster die "Fête de la Musique" duchführte. Dort hat das Fest auch die grössten Dimensionen. Während drei Tagen sollen insgesamt 500 Konzerte stattfinden.

Aber auch anderswo in der französischsprachigen Schweiz - in La Chaux-de-Fonds, Neuenburg, Nyon oder Lausanne - hat sich das Fest bereits etabliert. Diese Städte haben vor zwei Jahren einen Verein gegründet, um die "Fête de la Musique" im ganzen Land zu fördern.

Einer der Organisatoren der "Fête de la Musique" in Genf, Thierry Sartoretti zeigt sich begeistert: "Der Anlass ist einzigartig, es ist kein Karneval und kein Festival mit grossen Stars. Die Konzerte sind gratis, die Musiker erhalten keine Gage."

Das hält aber auch Grössen nicht davon ab, aufzutreten, wie das "Orchestre de la Suisse romande" in Genf oder DJ Luciano in Nyon.

Ihren allerersten Auftritt hingegen hat die neue Orgel in der Kathedrale von Lausanne: Sie wird anlässlich der "Fête de la Musique" eingeweiht.

swissinfo, Frédéric Burnand in Genf
(Übertragung aus dem Französischen von Philippe Kropf)

Fakten

Die "Fête de la Musique" findet grundsätzlich zur Sonnenwende am 21. Juni statt.
An verschiedenen Orten wird der Tag dieses Jahr vorgezogen, damit er auf das Wochenende fällt.

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In Kürze

Die "Fête de la Musique" fand 1981 zum ersten Mal spontan in Paris statt, auf Anstoss von Kulturminister Jack Lang. 1982 erklärte Frankreich den 21. Juni zur "Fête de la Musique".

Zehn Jahre später, 1992, machte Genf als erster Ort in der Schweiz bei dem Anlass mit. 2004 findet er zum zweiten Mal in Zürich statt. Bern ist dieses Jahr erstmals mit dabei.

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