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Anfänge der Farbfotografie Der Banker und seine utopische Friedensmission

Albert Kahn (1860-1940) war französischer Bankier, Jude, Philanthrop, Pazifist und Utopist. Vor genau 100 Jahren, also kurz vor dem Ersten Weltkrieg, schickte er Fotografen in fast alle Teile der Welt, um Menschen, Landschaften und Monumente zu dokumentieren. Nun ist eine Auswahl dieser Fotos zum ersten Mal in der Schweiz zu sehen.

Kahn wollte mit seinem Grossprojekt einen Beitrag zum Weltfrieden leisten. Inspiriert vom Gedankengut des Philosophen und Nobelpreisträgers für Literatur, Henri-Louis Bergson (1859–1941), war er überzeugt, dass die Kenntnis der Kulturen der Welt zu einem friedlichen Zusammenleben der Menschen führe: Wer sich kennt und respektiert, will nicht Krieg führen.

Die Fotografen bereisten Europa, Asien, Afrika und Amerika und fotografierten in Farbe, was damals technisch absolut ein Novum war. Die reisenden Fotografen hatten den Auftrag, lokale Szenerien, entspannte Alltagssituationen, Menschen in ihrer typischen Kleidung und Uniformen, Strassenansichten sowie berühmte Monumente einzufangen.

Das Resultat waren 72'000 auf Glasplatten verewigte Aufnahmen, die während langer Zeit vergessen gingen und heute als Meilenstein der Geschichte der Dokumentarfotografie gefeiert werden.

Die Ausstellung "Welt in Farbe. Farbfotografie vor 1915" im Museum Rietberg in Zürich ist noch bis am 27. September 2015 zu sehen.

(Bilder: Musée Albert Kahn, Boulogne-Billancourt, Paris/Text: Andreas Keiser, swissinfo.ch)


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