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BOB-Waggon auf Geisterfahrt

In Grindelwald (BE) hat sich in der Nacht zum Montag (29.05.) ein Waggon der Berner-Oberland- Bahnen (BOB) verselbständigt. Nach einer fast einen Kilometer langen Talfahrt und hohem Sachschaden kam er dann zum Stillstand. Verletzt wurde niemand.

Dieser Inhalt wurde am 29. Mai 2000 - 07:45 publiziert

Der Zwischenfall ereignete sich zwischen 00.15 und 00.20 Uhr. Aus noch unbekannten Gründen geriet ein beim Bahnhof Grindelwald stehender, leerer Personenwagen in Bewegung, überfuhr eine Weiche und rollte mit stetig steigender Geschwindigkeit über die 75 Prozent steile Rampe in Richtung Haltestelle Schwendi talwärts.

Das 14 Tonnen schwere Gefährt, das 60 Personen Platz bietet, kippte nach rund 750 Metern Fahrt mit hoher Geschwindigkeit in einer Linkskurve nach rechts, touchierte einen Fahrleitungsmasten und kam schliesslich bei einem zweiten Masten zum Stillstand.

Nach Auskunft von BOB-Sprecher Peter Wenger ereignete sich der Unfall rund zehn Minuten nach der Ankunft des letzten Personenzugs aus Zweilütschinen in Grindelwald. Wieso der leere Wagen in Bewegung geriet war zunächst rätselhaft.

Ein derartiger Zwischenfall sei in der 100-jährigen Geschichte der BOB noch nie passiert, sagte Wenger und fügte hinzu: "Irgend einen Einfluss von aussen muss es gegeben haben".

Die Kantonspolizei Bern leitete eine Untersuchung ein.

Der Sachschaden wurde von den BOB auf rund 150'000 Franken beziffert. Die Strecke Zweilütschinen - Grindelwald blieb vorläufig gesperrt. Wenger hoffte, dass die Strecke am Montagabend wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Passagiere wurden mit Bussen befördert. Für die Bergung des entgleisten Wagens musste schweres Gerät an die Unglücksstelle gebracht werden.

swissinfo und Agenturen

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