Botschafter-Wechsel in den USA

Blickensdorfer ist kein Neuling auf dem diplomatischen Parkett in Washington. Keystone

Christian Blickensdorfer, neuer Schweizer Botschafter in den USA, hat diese Woche seine Arbeit aufgenommen. Er ersetzt Alfred Defago. Dieser äusserte sich kritisch über den Schweizer Anti-Amerikanismus-Reflex.

Dieser Inhalt wurde am 14. August 2001 - 13:36 publiziert

Er sehe der neuen Herausforderung mit Begeisterung entgegen, sagte Blickensdorfer gegenüber den Medien. Die Beziehungen zwischen der Schweiz und den Vereinigten Staaten bezeichnete er als sehr gut.

Neu ist der 56-jährige Blickensdorfer auf dem diplomatischen Parkett Washingtons nicht. Zwischen 1989 und 1993 war er Stellvertreter des damaligen Schweizer Botschafters Edouard Brunner.

Die Akkreditierung erfolgt nach Angaben Blickensdorfers in drei Schritten: Am Sonntag wurde er nach seiner Ankunft offiziell im US-Aussenministerium empfangen. Noch diese Woche werde er US-Aussenminister Colin Powell das bundesrätliche Beglaubigungs-Schreiben übergeben. Anfangs September werde er sich schliesslich offiziell bei US-Präsident George W. Bush anmelden. Erst dann könne er sein Amt vollumfänglich ausüben.

Defago: "Bush nicht unterschätzen"

Der abtretende Botschafter Alfred Defago äusserte sich in Zeitungs-Interviews kritisch über den schweizerischen Anti-Amerikanismus. Die Schweiz und die USA würden immer weiter auseinanderdriften, sagte er.

Präsident Bush werde in Europa als Symbol für all das gesehen, was in Europa keinen Anklang fände, wie z.B. die Todesstrafe oder die Rückschritte in der Energie- und Umweltpolitik, sagte Defago. Oft werde auch Globalisierung mit Amerikanisierung gleichgesetzt, was er für einen Denkfehler halte.

Krisenbotschafter Defago

Der diplomatische Quereinsteiger Defago trat seine Stelle als Botschafter in Washington 1997 an. Zuvor war er Generalkonsul in New York. Während dieser Zeit bestimmten die Diskussionen um die nachrichtenlosen Vermögen das Tagesgeschehen. Stets habe er in dieser heiklen Diskussion für Ruhe und Gelassenheit plädiert, sagte Defago.

swissinfo und Agenturen

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