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Botta renoviert die Scala

In der umgebauten Scala sollen jährlich 30% mehr Vorstellungen durchgeführt werden können.

(Keystone)

Die Mailänder Scala wird renoviert und umgebaut. Die architektonische Verantwortung für den Eingriff trägt der Tessiner Architekt Mario Botta.

Ziel des Umbaus ist es, den Raum hinter dem Vorhang effizienter zu nutzen, um so die Zahl der Produktionen erhöhen zu können. Das Projekt des Tessiner Architekten wurde am Freitag in Mailand den Medien vorgestellt.

Grosse bauliche Veränderungen sind nicht möglich, da das Opernhaus aus dem Jahre 1778 mitten im historischen Zentrum Mailands liegt.

Hinter der Hauptbühne befindet sich die Piccola Scala, einst ein Theater mit rund 250 Plätzen. Die Wände, welche die kleine von der grossen Scala trennen, werden nun entfernt. Das schafft mehr Platz. Statt 24 wird die Bühne bald eine Länge von 70 Metern aufweisen.

Der Auf- und Abbbau der Bühnenbilder kann dadurch schneller vorgenommen werden. Ferner gibt es Platz für zusätzliche Übungsräume, Umkleidekabinen und Kantinen für die Künstler. Ziel ist es, in der umgebauten Scala jährlich 30% mehr Vorstellungen - also mindestens 120 an der Zahl - durchführen zu können.

Kritiker fürchten Eingriffe

Der Eingriff von Botta rief auch Kritiker auf den Plan. An der Medienkonferenz meldeten sich Lokalpolitiker zu Wort, die sich über die Stadtverwaltung mokierten. So sind Bottas aktuellste Pläne offenbar noch nicht vom Stadtparlament abgesegnet worden.

Auf Druck des Umweltverbandes Legambiente hat die Mailänder Staatsanwaltschaft zudem eine Untersuchung veranlasst. Diese soll abklären, ob Bottas Projekt den ursprünglichen Bau des Architekten Giuseppe Piermarini nicht zu stark verändert. Zu Polemiken führte auch die angeblich in einigen Punkten rechtswidrige Vergabe der Bauaufträge.

Zufriedener Kulturminister

Vittorio Sgarbi, Unterstaatssekretär im italienischen Kulturministerium, geht davon aus, dass Bottas Projekt umgesetzt wird: "Durch die Umstrukturierung wird die Scala eines der modernsten multifunktionalen Theater Europas." Das sei nicht nur für die Stadt Mailand, sondern für die ganze Kultur ein Gewinn.

Die Scala soll am 7. Dezember 2004 wieder eröffnet werden. Bis dahin kommt sie im Teatro degli Arcimboldi unter. Dieses liegt auf einem ehemaligen Industriegelände von Pirelli im Norden der Stadt. Die Stadt Mailand lässt sich die Renovation der Scala rund 75 Mio. Franken kosten.

swissinfo und Agenturen

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