Braginsky in Sulzer Medica-Verwaltungsrat?

René Braginsky, der Chef der InCentive Capital Invest. Keystone

Der ehemalige Bankier und Chef der Beteiligungs-Gesellschaft InCentive war im letzten Jahr mit der Übernahme der früheren Sulzer AG gescheitert.

Dieser Inhalt wurde am 02. April 2002 - 11:42 publiziert

Der Verwaltungsrat des Medizinaltechnologie-Konzerns habe René Braginsky einstimmig der Generalversammlung vom 17. Mai zur Wahl in das Gremium vorgeschlagen, teilte Sulzer Medica am Dienstag mit. Braginsky werde vor allem im wichtigen Bereich Finanzen eine wertvolle Unterstützung sein.

Mit Rolf Urs Watter und Johannes Robert Randegger sollen zwei weitere neue Verwaltungsräte hinzukommen.

Die InCentive Capital von René Braginsky ist mit Abstand der grösste Aktionär von Sulzer Medica. Obwohl kein rechtlicher Anspruch auf einen Sitz im Verwaltungsrat bestehe, sei es im Interesse des Unternehmens, einem Aktionär mit einem so bedeutenden Anteil einen Sitz anzubieten, wird Medica-Präsident Max Link in einem Communiqué zitiert.

Übernahme scheiterte

Im Februar 2001 hat der Schweizer Technologie-Konzern Sulzer AG mit Sitz in Winterthur ein Übernahme-Angebot der Zuger Beteiligungs-Gesellschaft InCentive Capital AG zurückgewiesen. Man argumentierte damals der Umbau des Konzerns sei "bereits auf gutem Weg".

InCentive Capital wollte für Sulzer bis zu 1,2 Mrd. Franken zahlen. Die damalige Konzerführung konnte das feindliche Übernahme-Angebot der InCentive Capital abwehren.

Auf der Generalversammlung am 19. April 2001 nahmen die Aktionäre alle Anträge des Sulzer-Verwaltungsrates mit deutlicher Mehrheit an. InCentive Capital um Financier René Braginsky und den früheren Chef der Deutschen Bundesbank, Karl Otto Pöhl, konnten keinen ihrer Anträge durchbringen.

Insbesondere gelang es InCentive damals nicht, eigene Vertreter in den Verwaltungsrat des Schweizer Traditions-Konzerns wählen zu lassen. Auch die Aufhebung der restriktiven Eintragungs-Vorschriften lehnten die Aktionäre ab.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen