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Casino Winterthur: Kompromiss für Zukunft als Kulturzentrum gefunden

Das Casino Winterthur soll der Künstlergruppe um Viktor Giacobbo für 300'000 Franken verkauft und nicht im Baurecht abgetreten werden. Mit dieser Lösung können sich alle Seiten zufrieden geben. Das letzte Wort hat das Stadtparlament.

Dieser Inhalt wurde am 19. Januar 2000 - 17:34 publiziert

Das Casino Winterthur soll der Künstlergruppe um Viktor Giacobbo für 300'000 Franken verkauft und nicht im Baurecht abgetreten werden. Mit dieser Lösung können sich alle Seiten zufrieden geben. Das letzte Wort hat das Stadtparlament.

Der Stadtrat habe beschlossen, sich dem Antrag der Rechnungsprüfungskommission (RPK) auf Verkauf des Casino anzuschliessen, teilte die städtische Informationsstelle am Mittwoch (19.01.) mit. Er werde seinen eigenen Antrag auf Abgabe der Liegenschaft im Baurecht zurückziehen.

Mit dem Verkauf sind einige Bedingungen verbunden: So müssen die neuen Besitzer die Liegenschaft für 12 Millionen Franken sanieren. Die Nutzung als Kulturzentrum ist vorgeschrieben und die Stadt erhält das Vor- wie das Rückkaufsrecht. Anderseits sieht der RPK-Vorschlag einen extrem niedrigen Verkaufspreis von 300'000 Franken vor. Und von der Stadt sollen die Käufer als Starthilfe ein zinsloses Darlehen von zwei Millionen Franken erhalten.

Mit ihrer Kompromisslösung, über die der Grosse Gemeinderat am Montag zu beschliessen hat, ist es der RPK gelungen, das Gezerre um das Winterthurer Casino beizulegen. Auch die Käufergruppe hat sich damit zufrieden erklärt.

Die vorgesehene Abgabe im Baurecht wurde von bürgerlicher Seite bekämpft. Sie wollten die baufällige Liegenschaft loswerden. SP und Grüne befürworteten die Baurechtsvariante, die der Stadt weiterhin Einflussnahme erlaubte.

Entstehen soll in Winterthur ein Zentrum der Schweizer Kabarett-, Theater und Comedyszene. Dort soll laut Giacobbo nach der Renovation ein vielseitiges Programm geboten werden. Vorstellbar seien ungewöhnliche Gemeinschaftsproduktionen verschiedener Künstler sowie Kleinkunstproduktionen unterschiedlichster Richtungen. Es sollen aber auch neuen Talenten Auftrittsmöglichkeiten geboten werden. Der vom Kabarettisten Viktor Giacobbo angeführten "Initiativgruppe Casino" gehören unter anderen das Duo Fischbach, Gardi Hutter, Patrick Frey vom Cabarett Götterspass, Ursus und Nadeschkin, Karl's kühne Gassenschau, Lorenz Keiser, Mathias Gnädinger, Joachim Rittmeyer, aber auch der Fernsehjournalist Bernhard Thurnheer an.

SRI und Agenturen

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