Der Ball ist wieder rund

Tolle Stimmung in St. Gallen zum Saisonauftakt. Keystone

Als erstes westeuropäisches Land nahm die Schweiz am Mittwoch (04.07.) die neue Fussball-Saison in Angriff. Schon die erste Runde aber muss wegen dem UIC-Wettbewerb in zwei Teile gesplittet werden. Sion - Basel und St. Gallen - Lausanne (3:0) gabs am Mittwoch, die restlichen Spiele folgen erst am Samstagabend.

Dieser Inhalt wurde am 04. Juli 2001 - 21:52 publiziert

Nur gerade dreieinhalb Wochen Sommerpause liegen zwischen dem Schweizer Cupfinal als Abschluss der letzten Saison und dem Startschuss zur neuen Meisterschaft.

Sion - Basel 8:1

Doch so hat sich wohl der "reiche" FC Basel mit seinem tollen neuen Stadion den Start in die neue Saison nicht vorgestellt. Die Bebbies wurden in Sion, das 8:1 gewann, richtiggehend vorgeführt. Wackelt schon nach dem ersten Spiel ein Trainerstuhl (Christian Gross)?

Beim zweiten Spiel in St. Gallen gab sich der Ex-Meister keine Blösse und gewann sicher mit 3:0 und zeigte, dass der Sparkurs von Lausanne folgen haben wird.

Der Modus bleibt

Nicht nur begann die Schweizer Meisterschaft also früher als Europa denkt, auch in Sachen Modus bleibt die Schweiz ein "Sonderfall". Zuerst geht es nun darum, dass sich acht der 12 Teams für die Meisterrunde vom kommenden Jahr qualifizieren. Darum schaut alles auf Platz acht und nicht - wie man annehmen würde - auf Platz eins.

Man kommt kaum ans grosse Geld

Im Unterschied zur letzten Saison gibt es beim diesjährigen Meisterschafts-Beginn doch einige nicht unwesentliche Neuerungen: In einem Jahr wird nur noch der kommende Schweizer Meister an der Qualifikation um die Champions-League teilnehmen können.

Der Zweite wie auch der Dritte, wird von Beginn weg in den UEFA-Cup verwiesen. Nur diesen Sommer also können zwei Schweizer Teams Hoffnungen hegen, an der grossen Geldverteilung in der Königsklasse des europäischen Fussballs teilzuhaben. Das Abrutschen im Fünfjahres-Ranking der UEFA bereitet diesen paradiesischen Zuständen bereits nach einem Sommer wieder ein Ende.

Gleich vier Vereine werden von neuen Chefs dirigiert, da kommt zwangsläufig neuer Wind in eine Meisterschaft, die nach den bisherigen Transfer-Ereignissen einen erneuten Substanzverlust in Kauf nehmen muss.

Zwar stehen die Namen Laurent Roussey (Sion), Georges Bregy (Zürich), Radu Nunweiler (Lausanne) und Ryszard Komornicki (Luzern) nicht überall für viel Berufs-Erfahrung auf NLA-Stufe, doch Meistermacher Hans-Peter Zaugg und Cupsieger Lucien Favre bewiesen letzte Saison mit den Grasshoppers und Servette, dass dies für einen Neuling keine unabdingbare Voraussetzung sein muss.

Young Boys neu

Ebenfalls neu an dieser nun gestarteten NLA-Saison ist der Name Young Boys. Der Berner Traditionsklub hat die Rückkehr ins Oberhaus nach zweijähriger Absenz geschafft.

Auf die Young Boys ist man aber auch sportlich gespannt. Marco Schällibaum, das fünfte neue Trainer-Gesicht dieser Saison, hat vor einem Jahr eine Mannschaft formiert, die erst im Jahr 2004 zur Einweihung des neuen Wankdorfs ihre volle Reife erreichen soll.

Wer wird Meister?

Da es erst mal darum geht, unter den ersten acht zu sein, wenn denn alle gegen alle zweimal gespielt haben, wird auch Finalqualifikations-Taktik die Spiele beherrschen. Erst die Meisterrunde wird dann die Karten aufdecken.

Bis dahin ist es noch eine lange Zeit und deshalb verzichten wir hier auf Mutmassungen, wer denn Schweizer Fussball-Meister 2002 werden könnte.

swissinfo und René Baumann, sda

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