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Die Sprachendiskussion spaltet die Schweiz

Früh-Französisch für Deutschschweizer Kinder oder Entscheidungs-Freiheit für die Kantone? Die Schweiz ist gespalten, ob Französisch, Italienisch, Räto-romanisch oder Englisch als erste Fremdsprache im Unterricht eingeführt werden soll.

Seit 1998 wird in der Schweiz über den Fremdsprachen-Unterricht diskutiert: Die eine Hälfte der Kantone möchte, dass die Schulkinder eine der Landessprachen als erste Fremdsprache erlernen. Die andere Hälfte ist für Wahlfreiheit.

Zu diesem Ergebnis führte eine Konsultativ-Abstimmung, welche die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) letzten Herbst durchgeführt hatte. Das Ergebnis reiche nicht aus für eine tragfähige Empfehlung, befand die EDK damals. Ein Entscheid soll deshalb - nach einer nationalen Konsultation - erst diesen Sommer erfolgen.

Ostschweiz, Zürich und Zentralschweiz für Englisch

Neben der Ostschweiz und Zürich will auch die Zentral-schweiz als erste Fremdsprache Englisch einführen. Nicht damit einverstanden ist namentlich der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer.

Nicht nur Sprache, auch Kultur

Heftige Opposition kommt auch aus den zweisprachigen Kantonen, darunter beispielsweise Bern. Der bernische Erziehungsdirektor hat verschiedentlich betont, es gehe ja nicht nur um Sprache, sondern darum, dass die Schüler die Kultur ihrer Nachbarn kennen müssten. Die Landessprache sei zu bevorzugen - ähnlich argumentiert auch die Genfer Erziehungsdirektorin. Allerdings kann sie nicht drauf zählen, alle Romands geschlossen hinter sich zu haben: Bereits im Herbst hatte eine Meinungsumfrage bei Bürgerinnen und Bürgern der Romandie gezeigt, dass die Mehrheit für Frühenglisch ist.

Handeln wollen nun vor allem die Verantwortlichen in der Deutschschweiz: In der Zentralschweiz befindet sich derzeit ein Projekt in der Vernehmlassung, das ab der 3. Klasse Englisch- und ab der 5. Klasse Französischunterricht vorsieht. Über das Konzept will die Zentralschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz im Sommer 2001 befinden.

Der erste Kanton, der sich für Englisch statt Französisch entschieden hatte, war 1999 der Kanton Appenzell Innerrhoden.

swissinfo und Agenturen

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