Drei Millionen "Sans Papiers" regularisiert

Die europäischen Staaten haben zwischen 1974 und 2002 nahezu 3 Mio. Menschen ohne Aufenthaltsrecht regularisiert, die Hälfte davon allein Italien.

Dieser Inhalt wurde am 11. November 2003 - 17:20 publiziert

Die meisten Länder haben dafür das Verfahren der punktuellen kollektiven Aufnahme gewählt.

In Europa wurden kollektive Regularisierungen seit den 70-er Jahren durchgeführt, wie Bettina Zeugin in der Caritas-Studie "Papiere für Sans-Papiers" ausführt.

Am aktivsten waren Italien und Griechenland mit über 1,5 Millionen bzw. 722'000 in diesem Rahmen gewährten Aufenthaltsrechten. In Spanien waren es rund 550'000, etwa die Hälfte davon im Jahr 2001.

Mit 273'000 regularisierten "Sans-Papiers" nimmt Frankreich eine Mittelposition ein. Gemäss der Studie folgen Portugal (62'000), Belgien (38'497), Deutschland (30'856), Niederlande (16'800), Grossbritannien (8271) und Luxemburg (2850).

So unterschiedlich wie die Zahlen sind die Gründe für die Legalisierung des Aufenthalts von "Sans-Papiers". In den südeuropäischen Staaten steht die Rekrutierung von Arbeitskräften im Vordergrund. So ist neben einem bestimmten Einreisedatum ein Arbeitsplatz in der Regel das einzige Kriterium für eine Regularisierung.

Die mitteleuropäischen Staaten wenden für die Regularisierung strengere Kriterien an: Gründe sind entweder die Anerkennung eines "fait accompli" wie die Integration infolge längeren – illegalen - Aufenthalts oder der Schutz der betroffenen Person.

swissinfo und Agenturen

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