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Ein Hauch Schweiz in New York

Dieter Roth, Motorradrennfahrer III.

(Heini Schneebli, Hamburg/MoMA)

Die Schweiz ist auch im Jahr 2004 in der US-Metropole präsent: Die im Vorjahr von Swisspeaks organisierten Veranstaltungen werden in kleinerem Rahmen fortgeführt.

Seit Mitte März ist eine Retrospektive des Schweizer Künstlers Dieter Roth im Museum für moderne Kunst (MoMA) zu sehen.

Die Arbeit von Swisspeaks findet eine Fortsetzung, auch wenn die Mittel und das Programm wesentlich bescheidener sind als im Vorjahr. 2003 gab es zwischen März und April rund 100 Veranstaltungen in New York zu allen denkbaren Schaffens- und Lifestyle-Bereichen: Von bildender Kunst und Musik bis zu Mode und Design, von der Kochkunst bis zur Architektur. Und natürlich gab es Foren zu wirtschaftlichen und politischen Themen.

Mehr als Schokolade, Uhren und Banken

Gemeinsam ist allen Veranstaltungen das Ziel, die herkömmlichen Klischees über die Schweiz zu durchbrechen. Gemäss dem Motto: Die Schweiz ist nicht nur Schokolade, Uhren und Banken, sondern auch Kreativität, Kunst und Wissenschaft.

Im Rahmen des Projekts Swisspeaks wurden Grundlagen für eine nachhaltige Zusammenarbeit geschaffen. Bereits in diesem Jahr lassen sich die ersten Früchte ernten.

Einen besonders grossen Stellenwert nimmt dabei die Retrospektive "Roth Time "ein, die dem Schweizer Künstler Dieter Roth gewidmet ist. Die Ausstellung wurde am 12. März im Museum of Modern Art (MoMA) und dem Zentrum für zeitgenössische Kunst P.S.1 eröffnet.

Die Ausstellung in New York ist vom Schaulager Basel in Zusammenarbeit mit dem MoMA und dem Museum Luwid in Köln (Deutschland) organisiert worden. Finanziell unterstützt wurde sie zudem von Pro Helvetia und dem Chemie-Giganten Novartis.

Einer der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts

Die Exponate zeigen die diversen Entwicklungsphasen des Künstlers Roth, der 1930 in Hannover als Sohn einer deutschen Mutter und eines Schweizer Vaters geboren wurde. Die Werke reichen von den ersten Zeichnungen und Grafiken aus den späten 40er-Jahren bis zu den grossen Installationen der 80er und 90er-Jahre. Die Ausstellung in New York beinhaltet 18 Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen Amerikas.

Gezeigt werden Zeichnungen, Malereien, Grafiken, Bücher, Skulpturen, Filme, Videoinstallationen und Grossprojekte. "Die Arbeiten von Roth weisen eine Vielfalt und innere Logik auf, die ihn zu einem der wichtigsten Künstler in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden lassen", sagt Gary Garrels, der einen Teil der Ausstellung in New York betreute.

Kosmopolitischer Künstler

Roth lebte in vielen verschiedenen Ländern. 1965 hielt er sich für zirka ein Jahr in den USA auf. Nachdem er eine Weile Materialen wie Altpapier und Zeitungen verwendet hatte, wandte er sich in den USA organischen Stoffen wie Schokolade oder Käse zu. In der Ausstellung ist eine Skulptur als Selbstporträt von Roth zu sehen, die aus einem Mix von Schokolade und Vogelfutter gefertigt wurde.

Neben dem MoMa beherbergt auch das New Yorker Zentrum für Zeitgenössische Kunst P.S.1 einige Werke Roths. Zu sehen sind fünf Grossinstallationen, darunter "Gartenskulptur" und "Fussboden".

Zur Ausstellung ist ein reich bebilderter Katalog erschienen. Ausserdem sind Lese- und Diskussionsabende vorgesehen. Im MoMA wird zudem der Film "Dieter Roth" von Edith Jud aus dem Jahr 2003 gezeigt.

Anna Luisa Ferro Mäder, Washington
(Übertragung aus dem Italienischen: Gerhard Lob)

In Kürze

Nach dem Erfolg von Swisspeaks im Jahr 2003 wird die Schweizer Kulturpräsenz in den USA dieses Jahr in kleinerem Rahmen weitergeführt.

Eine wichtige Retrospektive über den Schweizer Künstlers Dieter Roth ist soeben im Museum of Modern Art in New York eröffnet worden. Die Sonderausstellung zeigt 375 Werke des 1998 im Alter von 68 Jahren verstorbenen Künstlers (bis 7. Juni).

Weitere Veranstaltungen von Swisspeaks in New York: Ein Treffen mit dem Gründer des World Economic Forum, Klaus Schwab (25.März); das Schweizer Food & Wine Festival (19.April –2. Mai), an dem sich auch 12 renommierte Restaurants in Manhatten beteiligen

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