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Eiskunstlauf: Beide Titelverteidiger mei(st)erlich

Die Titelverteidiger haben sich am ersten Tag der Schweizer Eiskunstlauf-Meisterschaften in Genf überragend in Szene gesetzt. Sarah Meier bot ein nahezu perfektes Kurzprogramm, derweil Patrick Meier in künstlerischer Hinsicht sehr gefiel.

Sarah Meier sorgte in der Les-Vernets-Halle für den unbestrittenen Höhepunkt. Zu Violin-Klängen von Vanessa Mae bot die Final-Vierte des internationalen Junioren-Grand-Prix eine technisch fehlerfreie, gefühlvolle Darbietung, in der lediglich die Landung des Dreifach-Flips als Unsauberkeit zu erwähnen ist.

"Inzwischen ist sie so weit, dass sie auch in derartigen Situationen den Sprung durchziehen kann", lobte Trainerin Eva Fehr, die ihre Athletin in diesem Winter zu grosser Sicherheit geführt hat. "Ich weiss, ich kann's. Morgen in der Kür will ich alles einfach noch etwas schöner machen", sagte Sarah Meier, die mit Noten von 5,2 bis 5,6 einstimmig und deutlich an die Spitze gesetzt wurde.

Dies im Gegensatz zum Vorjahr, wo die knappe Entscheidung zwischen ihr und Kimena Brog Meier für einigen Wirbel gesorgt hatte. Die zweitplazierte Luzernerin, die verletzungshalber während vier Wochen auf jegliches Springen hatte verzichten müssen, weist jedoch einen Trainings-Rückstand auf und bekundete bei beiden dreifach gedrehten Elementen Schwierigkeiten. "Im Morgentraining war alles noch sehr gut gegangen", meinte Trainerin Gabrielle Gisler. Aber da Kimena Brog Meier auch körperlich in einer schwierigen Phase steckt - sie wuchs innerhalb eines Jahres 10 Zentimeter - ist die etwas mangelnde Sicherheit durchaus erklärbar.

Einen sehr guten Eindruck hinterliess Patrick Meier. Der Serienmeister, der seinen achten Titel anstrebt, zeigte ein sehr dynamisches, von Mi Jung Pedrazzoli-Manfrini einfallsreich choreografiertes Kurzprogramm. "Das Programm ist so neu, dass ich noch nicht mal ein passendes Dress habe und mir deshalb kurzfristig von Eistänzer Daniel Hugentobler ein schwarzes Hemd auslieh", erklärte Patrick Meier, dem auch anzumerken ist, dass er dank vermehrtem Krafttraining mit besseren konditionellen Voraussetzungen spritziger laufen kann.

Den grössten Applaus erntete jedoch das Eistanzpaar Eliane und Daniel Hugentobler. Die Geschwister aus Zug haben erneut einen merklichen Schritt in Richtung europäische Spitze getan und bestachen vor allem mit höherem Tempo sowie noch schwierigeren Schritten und Elementen. Besonders im zweiten Pflichttanz, der Silver Samba, sowie im Originaltanz zu Foxtrott und Quickstep brillierten sie mit enormem Schwung. Die hohe Benotung bis zu 5,8 ist auf jeden Fall ein Zeichen dafür, dass entsprechende, fehlerfreie Leistungen auf internationalem Eis gegenüber dem Vorjahr zu einer rangmässigen Verbesserung verhelfen dürften.

swissinfo und Agenturen

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