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Europäische Tage des Denkmals in Bern lanciert

Dieses Wochenende (02./03.09.) werden in Bern die europäischen Tag des Denkmals lanciert. Sie stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Europa, ein gemeinsames Kulturgut". Für die Eröffnungsfeier reisten Delegationen aus über 30 europäischen Ländern an.

Dieser Inhalt wurde am 02. September 2000 - 15:25 publiziert

Für die Schweiz nahm unter anderen Bundesrätin Ruth Dreifuss an der Eröffnungsfeier teil.

Pionierarbeit der Schweiz

Am Sonntag steht für die Delegationen aus ganz Europa eine ganztägige Exkursion auf dem Programm. Dies biete einerseits den Teilnehmenden die Gelegenheit, sich mit der Art auseinanderzusetzen, wie die Schweiz mit ihrem kulturellen Erbe umgeht, sagte David Streiff, Chef des Bundesamtes für Kultur an einer Medienorientierung am Tag vor der Feier. Andererseits zeige die Tatsache, dass die Schweiz dieses Jahr die Eröffnungsfeier beherberge, dass die Schweiz Teil von Europa sei, ob es gewisse Parteien wollten oder nicht.

Unter dem Motto "Ein Denkmal steht nie allein. Häuser, Strassen und Plätze im Dialog" werden in der Schweiz dieses Jahr die Kulturlandschaften thematisiert. Die Schweiz sei in dieser Beziehung Feder führend in Europa, sagte Streiff.

Streiff verwies etwa auf das Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS). Hier habe die Schweiz Pionierarbeit geleistet. Er hoffe, dass dies wie ein Funke auf die Gäste überspringen werde.

Ungewohnter Blick vom Kirchturm

Mit dem Schweizer Motto zu den europäischen Tagen des Denkmals soll die Einbettung der Denkmäler in die jeweilige Stadt- und Dorfstruktur thematisiert werden. Zwar soll wie bisher wieder Einblick in hervorragende Einzelbeispiele gewährt werden. Doch soll gleichzeitig ein Bewusstsein für den grösseren Zusammenhang geschaffen werden.

In allen Kantonen können am 9. und am 10. September rund 200 Baudenkmäler, Ensembles und Ortsbilder entdeckt werden. Ausführliche Rahmenprogramme begleiten die Angebote.

Im Kanton St. Gallen stehen beispielsweise Kirchtürme offen. Der Blick von oben soll die Möglichkeit bieten, "überraschende Aufschlüsse über die Siedlungsstruktur der betreffenen Ortschaft" zu gewinnen. Der Kanton Uri bietet "Einen Tag in Hospental" an: Vom morgendlichen Kirchgang über das Urschner Mittagessen bis zu geöffneten Baudenkmälern kann der Ort erlebt werden.

20 Mio. Besucherinnen und Besucher

In der Schweiz stehen die europäischen Tag des Denkmals unter der Regie der Nationalen Informationsstelle für Kulturgüter-Erhaltung (NIKE). Die NIKE organisiert den Anlass heuer bereits zum siebten Mal.

Gesamteuropäisch finden die Tage seit 1991 statt. Seinen Anfang genommen hat der Anlass 1984 in Frankreich. Er geht auf eine Initiative des Europarats zurück. Erstmals beteiligen sich dieses Jahr alle 47 Staaten, die die Kulturkonvention des Europarates unterzeichnet habe.

Letztes Jahr haben an einem der Septemberwochenende insgesamt rund 20 Mio. Menschen eine der etwa 30'000 Kulturstätten besucht. In der Schweiz nahmen jeweils zwischen 40'000 und 50'000 Leute die Gelegenheit wahr, sich mit dem Kulturerbe ihres Landes auseinanderzusetzen.

swissinfo und Agenturen

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