Feintools geht es nicht gut

50 Stellen verschwinden - Feintools leidet am Rückgang der Geschäfte in den USA. Keystone

Die Feintool-Gruppe hat ihre Gewinn- und Umsatz-Ziele für das Geschäftsjahr 2000/2001 um rund 30 Prozent nach unten korrigiert. Als Grund gibt das Unternehmen die schlechte Geschäfts-Entwicklung in den USA an. Nun baut Feintool in der Schweiz rund 50 Arbeitsplätze ab.

Dieser Inhalt wurde am 20. Juli 2001 - 16:02 publiziert

Für das Geschäftsjahr werde noch ein Gewinn von höchstens 19 Mio. Franken erwartet, teilte die in der Metall-Verarbeitung tätige Feintool-Gruppe am Freitag (20.07.) mit. Nach einem letztjährigen Gewinn von 24,7 Mio. war das diesjährige Ziel auf 26 Mio. Franken gesetzt worden.

In Nordamerika sei im dritten Quartal die Umsatzentwicklung des Segments Feinschneiden/Umformen sowie die Teileproduktion eingebrochen. Kapazitätsengpässe im Pressen- und Anlagengeschäft haben die Situation zusätzlich verschärft. Das Jahresumsatzziel von 490 Mio. Franken wurde auf höchstens 475 Mio. Franken gesenkt.

Arbeitsplätze verschwinden

Zu den eingeleiteten Restrukturierungs-Massnahmen gehört auch ein Arbeitsplatzabbau von rund 50 Mitarbeitern in der Schweiz.

"Wir müssen unsere Strukturen jetzt effizienter gestalten, um unsere Ertragschancen bei anziehender Geschäfts-Entwicklung zu steigern", sagte Feintools-Chef Beat Lüthi auf Anfrage.

Betroffen ist vor allem der Standort in Huttwil (BE) mit rund 30 Angestellten. "Kündigungen können wir nicht ausschliessen", sagte Lüthi. Auch Aarberg (BE) sei vom Abbau betroffen und in Biberist (SO) würden die Strukturen gestrafft.

Feintool beschäftigt weltweit 1'950 Mitarbeiter, davon 1'100 in der Schweiz. In den USA, wo die Gruppe rund 35 Prozent ihres Umsatzes macht, werden als weitere Massnahmen die Produktions-Kapazitäten im neuen Werk im Staat Tennessee verringert.

Analysten wurden von der Gewinnwarnung und dem Einfluss der abflachenden Wirtschaftsentwicklung in den USA überrascht. Die Expansion in den USA sei schlechtes Timing gewesen, sagte Michele Beffa von der Zürcher Kantonalbank.

Die Restrukturierungs-Massnahmen seien wohl notwendig. An der Börse schlug sich die Gewinnwarnung in einem Kursrückgang nieder. Um 13.00 Uhr Schweizerzeit hatte die Feintool-Aktie 14,4 Prozent oder 81 Franken verloren und war noch 484 Franken wert.

swissinfo und Agenturen

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