Finma weist Vorwürfe zurück

Die neue Finanzmarktaufsicht (Finma) hat ihren Auftrag in der Krise nach eigener Einschätzung erfüllt. Einen Vorbehalt macht sie jedoch: Sie räumt ein, die Krise zu spät erkannt zu haben.

Dieser Inhalt wurde am 31. März 2009 - 14:26 publiziert

Der Präsident der Finma, Eugen Haltiner, wies an einer Medienorientierung zu den ersten 100 Tagen der Finma den Vorwurf der grossen Nähe zum Finanzmarkt zurück.

Die bisherigen Erfahrungen lehrten vielmehr, dass es diese Nähe brauche. Der geschickte Verbund von Lehre und Praxis sei eine der Stärken des Finma-Verwaltungsrats.

Der frühere UBS-Manager Haltiner verteidigte auch die umstrittene Herausgabe der Daten von 255 UBS-Kunden an die US-Justiz am vergangenen 18. Februar.

Dieser Eingriff sei leider nötig geworden, da sich alle anderen Handlungsoptionen zur Abwendung einer Strafklage gegen die UBS zerschlagen hätten. Die Finma würde auch rückblickend in allen Teilen wieder gleich entscheiden.

Haltiner räumte aber ein, dass die Aufsichtsbehörden nicht in der Lage gewesen seien, die Anzeichen für die Krise in früheren Jahren klar zu erkennen.

Selbst wenn dies gelungen wäre, sei es allerdings zweifelhaft, ob die Aufsichtsbehörden die Kraft, das Instrumentarium und die politische Unterstützung gehabt hätten, mittels Eingriffen rechtzeitig eine Umkehr zu bewirken.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen