Fussball-Krone für Alex Frei

Alex Frei (links) mit Moderator Rainer Salzgeber. Keystone

An der Nacht des Schweizer Fussballs sind Nati-Captain Alex Frei, Torschützenkönig Mladen Petric und Trainer Lucien Favre für ihre Leistungen ausgezeichnet worden.

Dieser Inhalt wurde am 30. Mai 2007 - 09:20 publiziert

Die Wahlen im Rahmen der 10. Nacht des Fussballs in Bern wurden weitgehend von Meister FC Zürich und Cupsieger FC Basel dominiert.

Für Basel holten Mladen Petric (Axpo Player of the Year), der bereits bei der kroatischen Nationalmannschaft weilte, und Ivan Rakitic (Axpo Tor des Jahres und bester Nachwuchsspieler) Auszeichnungen. Im besonderen für den jungen Basler waren die beiden Auszeichnungen eine grosse Ehre.

Moderator Rainer Salzgeber witzelte, dass man ihm gerne alle acht Trophäen überreiche, sollte dies seinen Entscheid für die Schweizer Nationalmannschaft beeinflussen. Der Doppelbürger wird derzeit von der Schweiz wie von Kroatien heftig umworben.

Und Walter Andreas Müller, der als Christoph Blocher, Moritz Leuenberger und auch Köbi Kuhn oder Gilbert Gress das Publikum begeisterte, übergab dem talentierten Basler einen Wimpel, um ihn in seinem Entscheid eventuell beeinflussen zu können.

Erneut war es im Vorfeld der Wahlen den Schweizer Fussballfans vorbehalten, die besten Akteure via Telefon, SMS und Mails zu wählen.

Im Haifischbecken Bundesliga

Zum Nachfolger von Philippe Senderos als bestem Spieler der Schweizer Nationalmannschaft und "Credit Suisse Player of the Year" wurde dessen Vorgänger Alex Frei, im Moment für einige Wochen wegen einer Hüftoperation ausser Gefecht gesetzt, gekürt.

In der finalen Ausmarchung setzte sich der Basler gegen Senderos sowie Ludovic Magnin und Tranquillo Barnetta durch.

"Ich habe das Haifischbecken Bundesliga mehr als erlebt: Zu Beginn der Rückrunde bezwangen wir Bayern München, da glaubten alle an den Titel; fünf Runden später waren wir Abstiegskandidat", so Frei leicht sarkastisch zur kritischen Phase im Verein.

Frei sorgte in Dortmund, wohin er im vergangenen Sommer gewechselt war, mit seinen Treffern für den letztlich sicheren Ligaerhalt der Borussia.

Auch in der Nationalmannschaft war Frei treffsicher. An der Weltmeisterschaft in Deutschland schoss er zwei der vier Schweizer Tore, und in der ewigen Bestenliste der SFV-Auswahl ist der neue Captain noch zwei Treffer von Kubilay Türkyilmaz´ Bestmarke entfernt.

Petric dominierende Figur

Mladen Petric war in der vergangenen Saison mit 19 Treffern der beste Torschütze der "Axpo Super League" (die frühere Nationalliga A) und wurde entsprechend zum besten Spieler in der Schweiz gewählt.

Bis zu seiner im Cupspiel gegen Aarau erlittenen Verletzung war der 26-jährige Aargauer mit kroatischen Wurzeln die dominierende Figur der Liga und hatte grossen Anteil an Basels beinahe erfolgreicher Aufholjagd.

Nach Ansicht der Fans schoss der in der Schweiz geborene kroatisch-schweizerische Doppelbürger Ivan Rakitic beim 2:1-Erfolg im vergangenen Oktober gegen St. Gallen das schönste Tor der Saison in der Super League.

Frauen fernab der Bühne

Zum Swisscom Team des Jahres wurde Challenge-League-Verein Wil gewählt. Diese Ehre wird alljährlich jener Mannschaft zuteil, die für den grössten Exploit im Cup verantwortlich war.

Als bester Schiedsrichter ausgezeichnet wurde zum dritten Mal in Folge Massimo Busacca, Spielerin des Jahres war die im deutschen Freiburg engagierte Keeperin Marisa Brunner, die sich diesen Titel schon 2005 geholt hatte.

Allerdings verdeutlichte nichts mehr den Stellenwert der Frauen-Auswahl innerhalb des Verbandes, als ihr Platz fernab der Bühne auf dem Balkon.

swissinfo und Agenturen

Auszeichnungen

Bester im Nationalteam: Alex Frei (Borussia Dortmund, D)

Bester in der Schweiz: Mladen Petric (FC Basel)

Beste Schweizerin: Marisa Brunner (Freiburg, D)

Cup-Team des Jahres: FC Wil

Tor des Jahres: Ivan Rakitic (FC Basel)

Trainer des Jahres: Lucien Favre (FC Zürich)

Youngster des Jahres: Ivan Rakitic (FC Basel)

End of insertion

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen