Fussball NLA: Servette neuer Leader

Der Genfer Alexandre Comisetti (links) im Zweikampf mit Frederic Chassot vom FCZ. Keystone

Nach nur einer Woche sind die Grasshoppers ihre Leader-Position bereits wieder los. GC musste in Aarau in der 92. Minute ein 0:1 hinnehmen und Servette passieren lassen. Servette fertigte auswärts den desolaten FC Zürich mit 3:0 ab.

Dieser Inhalt wurde am 23. September 2001 - 20:16 publiziert

Bemüht hat sich der FC Zürich gegen Servette zweifelsohne, die zweite Heimniederlage abzuwenden. Bemühend war aber vor allem, wie der FCZ das tat. Und am Ende, als das 0:3 endgültig nicht mehr zu korrigieren war, pfiffen die wenigen Zuschauer im Letzigrund das Heimteam aus. In den letzten sechs Runden haben die Zürcher lediglich drei Punkte gewonnen.

Gleich den ersten, von Sébastien Fournier getretenen Corner lenkte Alexandre Comisetti zur Genfer Führung ins Tor. Und als Comisetti Wilson Oruma lancierte und dieser einen letzten Widersacher umdribbelte, ehe er den Ball locker über Pascolo hob, war die Zürcher Resignation frühzeitig perfekt. Dills 3:0 in der zweiten Hälfte - notabene erneut im Anschluss an einen Fournier-Corner - war für die Genfer ein willkommenes Supplément, mehr nicht.

Zwei St.Galler Torschützen zum 1:1-Remis

Vor der beschämenden Kulisse von 1'350 Zuschauern bot Lausanne beim 1:1-Remis gegen St.Gallen eine höchst bemerkenswerte Leistung und setzte der Ostschweizer Siegesserie nach vier Partien ein Ende. Unter die Torschützen reihten sich aber ausschliesslich St.Galler: In der 36. Minute grätschte Verteidiger Marc Zellweger den Ball ins eigene Gehäuse. In der 62. gelang dem Brasilianer Jefferson per Hands-Penalty der glückhafte Ausgleich.

Als die St.Galler nach dem Platzverweis gegen Chaile, der Chaveriat mit einer klassischen "Notbremse" stoppte, nur noch mit reduziertem Personal auf dem Platz standen, hätten sie aber umgehend wieder im Rückstand liegen können.

St.Gallen war gegenüber der vorzüglichen Europacup-Vorstellung vom letzten Donnerstag gegen Steaua Bukarest kaum mehr wieder zu erkennen. Die Ostschweizer bekundeten mit dem unglaublich morastigen Terrain bedeutend mehr Mühe als die Waadtländer und wirkten lange Zeit schwerfällig.

FC Aarau: Sieg in letzter Sekunde

Dank einem 1:0-Sieg gegen GC rückte der FC Aarau vom neunten auf den dritten Platz vor. Die Aargauer gingen praktisch mit dem Schlusspfiff durch einen direkt verwandelten Foul-Freistoss des Polen Slawomir Wojciechowski in Führung (92.) und feierten damit einen etwas glücklichen Heimerfolg.

Der entthronte Spitzenreiter Grasshoppers bekundete erst bei einem durch Goalie Stefan Huber hervorragend abgewehrten Foulpenalty von Christian Okpala (49.) viel Glück und beklagten danach zweimal grosses Pech, als Distanzschüsse von Luca Ippoliti (52.) und Papa Bouba (83.) von der Latte abprallten. Die am Donnerstag im UEFA-Cup noch feiernden Zürcher mussten im Brügglifeld die erste Niederlage nach vier Siegen in Serie einstecken.

Die Enge über dem Strich

Hinter dem überraschenden Dritten Aarau hält sich Aufsteiger Young Boys an vierter Stelle. Die Berner erreichten in Lugano ein 0:0. Das millionenschwere Basel hat sich dank dem fünften Heimsieg in Folge (2:1 gegen Sion) zum ersten Mal im aktuellen Championat über den Strich gehievt. Luzern tauchte auch in Neuenburg - diesmal mit 1:4.

Zur Lage am ominösen Strich, der nach der 22. Qualifikations-Runde die Spreu vom Weizen trennen wird, ist zu sagen, dass der Leader Servette und der Neunte (Zürich) innerhalb von nur 4 Punkten klassiert sind. Nur Lausanne und Luzern können sich schon jetzt mit der Auf-/Abstiegsrunde befassen.

swissinfo und Agenturen

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