GC nicht zu stoppen

Matchentscheidend: Der Argentinier Barijho. Keystone

Tabellenleader GC hat YB in Zürich mit 4:0 besiegt. Mit einem 4:2-Sieg gegen Servette nimmt der FC Basel die Verfolgung von GC in der Tabelle auf.

Dieser Inhalt wurde am 03. August 2002 - 21:42 publiziert

Mit dem sechsten Sieg in Serie haben die Grasshoppers ihren Startrekord aus der Saison 1967/68 eingestellt. Die Zürcher bezwangen die Young Boys mit 4:0 und führen damit die NLA-Tabelle nach sechs Runden mit acht Punkten Vorsprung deutlich an.

20 Tore in 6 Spielen

Die beiden ersten GC-Verfolger Wil und Zürich treffen erst am Sonntag um 16.15 Uhr im Wiler Bergholz aufeinander. Für die Grasshoppers schossen Cabanas in der ersten sowie Baturina, Barijho und Nuñez die Tore. Sie haben nun in sechs Spielen schon 20 Tore erzielt, YB schon 13 eingefangen.

Riccardo Cabanas brachte GC nach einer halben Stunde mit einem Weitschuss aus 25 Metern via Lattenunterkante in Führung. Es war das dritte Meisterschaftstor des 23-jährige Internationalen in dieser Saison und das 24. in seinem bereits 115. NLA-Spiel.

Zürcher gegen Zürcher

Die mit den fünf ehemaligen GC-Akteuren (Chapuisat, Magnin, Sermeter, Tikva und Denicolà) angetretenen Berner hielten in der ersten halben Stunde gut mit und gestalteten die animierte Partie ausgeglichen.

Im Abschlussbereich war YB aber harmlos. Die Stürmer, insbesondere Torschützenleader Chapuisat, wurden von der Viererabwehr der Hoppers gut kontrolliert.

Barijho-Show

Mit einer deutlichen Tempoverschärfung und drei Toren innert 18 Minuten nach der Pause entschieden die Grasshoppers den Match endgültig. Der Argentinier Barijho vermochte sich dabei besonders auszuzeichnen. Mit dem Kopf markierte er das 3:0, zuvor leistete er zu Baturinas 2:0 und danach zu Nuñez 4:0 die Vorarbeit.

Die Berner waren vom GC-Sturmlauf überfordert. Das Ehrentor verhinderte Torhüter Borer mit einer Prachtsparade. Der GC-Schlussmann wehrte einen Freistoss des Ex-Hopper Chapuisat mirakulös ab.

Junior glich aus

Guidos Kopftor in der 9. Minute reichte dem FC St. Gallen nicht zum erwarteten Auswärtssieg vor 4700 Zuschauern in Aarau. Der erst 19-jährige David Degen glich in der 72. Minute zum gerechten 1:1-Schlussergebnis aus.

Die Ostschweizer verpassten, in der überlegen geführten ersten Halbzeit die Entscheidung herbeizuführen. Nach Guidos 7. Tor im 70. Spiel für St. Gallen vergaben Imhof und Gane zwei ausgezeichnete Chancen der spritziger wirkenden Gäste.

Bei Degens Ausgleich nach Zuspiel von De Napoli störte der St. Galler Berger den Aarauer Torschützen bei dessen Schussabgabe zu wenig energisch, so dass der Ball flach am entfernteren Pfosten eindrang.

Zitterschluss

Die Ostschweizer, die nun seit vier Spielen ungeschlagen sind, mussten nach dem Ausgleich gar noch um den einen Punkt bangen. In der Schlussoffensive rettete Wolf für seinen geschlagenen Keeper Stöckli auf der Linie, und kurz vor dem Abpfiff landete ein Freistoss des eingewechselten Bühler auf der Torlatte.

Basel Tabellenzweiter

Basel bleibt auch im 7. Saisonspiel ungeschlagen. Drei Tage nach dem glücklichen 1:1 in der Vorqualifikation zur Champions League in Zilina steigerte sich der Meister und bezwang Servette vor 23'257 Zuschauern verdient mit 4:2.

Damit kommt der FCB mit 12 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz. Ob die Basler sich dort halten können, hängt wesentlich vom Ausgang der Sonntags-Partie zwischen den beiden nächstplatzierten Will und Zürich ab.

Gegenüber den letzten Spielen zeigte sich der FCB engagierter und verbessert, konnte aber gewisse Abstimmungsprobleme und Unsicherheiten nicht verbergen. Die Mannschaft muss am Mittwoch nochmals zulegen, um den slowakischen Meister Zilina zu bezwingen und gegen Celtic Glasgow um den Einzug in die lukrative Champions League zu stechen.

Böse Überraschung für Xamax

Die Neuenburger unterlagen nach desolater Leistung zu Hause gegen Aufsteiger Délémont mit 0:1 und bezogen gegen die Jurassier die erste Niederlage in der NLA. Der Siegesschütze hiess Ojong aus Kamerun.

Ohne den verletzten Spielmacher Simo aus Kamerun konnte Xamax nicht an die Heimvorstellungen gegen Thun (2:1) und Wil (1:1) geschweige denn an das 1:1 gegen Basel im St. Jakob-Park anknüpfen. Den Neuenburgern mangelte es an Ideenreichtum und Spritzigkeit.

Ausser einem Lattenschuss von Rey nach einer Stunde war nichts Zählbares zu registrieren. Der Neuling fasste immer mehr Mut, und als Selimi sieben Minuten vor Schluss über die Flanke vorstiess und zur Mitte passte, nahm Ojong den Ball direkt ab und schlug den machtlosen Bettoni.

swissinfo und Agenturen

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