Gute Noten aber kein Spitzenplatz für das Schweizer Gesundheitswesen

Das Schweizer Gesundheitswesen im internationalen Vergleich: In Sachen Effizienz auf Platz 2 - in der Gesamtwertung "nur" auf Position 20. Keystone

Frankreich hat weltweit das beste Gesundheitssystem. Zu diesem Schluss kommt der am Mittwoch (21.06.) in Genf veröffentlichte Jahresbericht der Weltgesundheitsorganisation. Das Schweizer Gesundheitssystem belegt auf der WHO-Rangliste Platz 20.

Dieser Inhalt wurde am 21. Juni 2000 - 07:14 publiziert

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) wandte fünf Faktoren an, um erstmals die Gesundheitswesen der 191 Mitglied-Staaaten zu vergleichen. Gemessen wurden unter anderem die Kundenorientierung der Gesundheitssysteme, die faire Verteilung der Kosten für Behandlung und Medikamente sowie den Zugang ärmerer Schichten zu den vorhandenen Behandlungsmethoden.

In der Gesamtbewertung steht Frankreich an der Spitze, gefolgt von Italien. Das Schlusslicht bilden die schwarzafrikanischen Länder sowie Nordkorea, Birma und Afghanistan. Die Schweiz belegt in der Gesamtbewertung Platz 20.

Ränge der Schweiz

Die Schweiz schneidet bei der Untersuchung der gerechten Verteilung der finanziellen Lasten im Gesundheitssystem mit Platz 38 eher schlecht ab. Bei der Effizienz der Gesundheitswesen steht die Schweiz demgegenüber nach den USA auf Platz 2.

Im internationalen Qualitätsvergleich kommt das US-amerikanische Gesundheitssystem dagegen nur auf Platz 37. Als Hauptgrund nennt die WHO die Tatsache, dass viele Bewohner der USA aus den unteren sozialen Schichten nicht oder nur ungenügend krankenversichert sind.

Die Ergebnisse der WHO-Studie dürften für Kontroversen sorgen. So belegte das in Misskredit geratene Gesundheitssystem Grossbritanniens den 18. Platz und landete weit vor dem bislang als Vorbild angesehenen Kanada, das erst an 30. Stelle aufgelistet ist. Für Überraschung sorgte auch das Abschneiden Kolumbiens, dass noch vor Schweden auf Rang 22 kam.

swissinfo und Agenturen

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