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Handel mit Deutschland kommt wieder in Schwung

Zwar büssten die Schweizer Exporteure Marktanteile ein. Doch der Handel zwischen der Schweiz und Deutschland ist im vergangenen Jahr intensiviert worden

Das Handelsbilanzdefizit stieg mit 13,5 Mrd. Franken auf den höchsten Wert seit 15 Jahren. Vor allem deutsche Touristen blieben 2003 fern.

Weiterhin bleibt Deutschland der mit Abstand wichtigste Absatz- und Beschaffungsmarkt der Schweiz. Dies betonte der Direktor der Handelskammer Deutschland - Schweiz, Martin Theurer, an der Jahresmedienkonferenz der Handelskammer Deutschland – Schweiz am Mittwoch in Zürich.

In der ersten Hälfte des Jahres 2003 habe der Handel zwar noch unter der schleppenden Konjunktur gelitten, später sei der Rückgang aber mehr als wettgemacht worden.

Ein Drittel der Einfuhren aus Deutschland

Unter dem Strich stiegen die Einfuhren der Schweiz aus Deutschland um 3,6 Prozent auf 41,220 Mrd. Franken. Genau ein Drittel aller Wareneinkäufe der Schweiz stammte damit aus Deutschland.

Im Gegenzug exportierte die Schweiz Waren im Wert von 27,709 Mrd. Franken, was einen Anstieg von 2,3 Prozent bedeutete und einem Anteil von 21,2 Prozent an allen Schweizer Exporten entspricht.

Export: Schwierig für Maschinenindustrie

Trotz dieser Ausweitung ging der Marktanteil der Schweizer Exporteure in Deutschland laut Theurer aber von 3,7 auf 3,6 Prozent zurück, da die deutschen Gesamtexporte stärker stiegen als der Schweizer Anteil.

Wie schon im Vorjahr musste die Schweizer Maschinenindustrie Federn lassen, während die Pharma- und Chemieindustrie zulegen konnte.

Das traditionelle Schweizer Handelsbilanzdefizit stieg erneut an und erreichte mit 13,5 Mrd. Franken den höchsten Wert seit 1989. Auch das Leistungsbilanzdefizit der Schweiz legte trotz positiver Dienstleistungsbilanz zum fünften Mal in Folge zu und kletterte mit 7,1 Mrd. Euro auf den höchsten Wert seit 1990.

Geld von deutschen Touristen rückläufig

Zu Ungunsten der Schweiz verschoben sich auch die Gewichte im Tourismus: Der Saldo blieb zwar positiv, die Ausgaben der deutschen Besucher in der Schweiz schrumpften aber erneut um sechs Prozent auf 2,577 Mrd. Euro.

Die erwartete Wende durch die Abschwächung des Frankens zum Euro sei nicht eingetroffen, sagte Theurer. Auf der anderen Seite gaben Schweizer Touristen von allen Nationalitäten am meisten Geld in Deutschland aus. Die Ausgaben stiegen um 2,7 Prozent auf 2,302 Mrd. Euro.

2004: Hoffen auf Belebung des Schweizer Aussenhandel

Im laufenden Jahr erwartet die deutsche Handelskammer eine weitere Belebung des Aussenhandels. In den ersten beiden Monaten 2004 stiegen die Exporte der Schweiz nach Deutschland zwar um 1,5 Prozent, blieben damit aber klar unter dem Gesamtwachstum.

Trotz negativer Gesamtimporte stiegen die Schweizer Einfuhren aus Deutschland um 1,4 Prozent.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Deutschland ist und bleibt mit Abstand der wichtigste Handelspartner der Schweiz.

Ein Drittel aller Wareneinkäufe der Schweiz auf dem Weltmarkt stammen aus Deutschland.

Ein Fünftel der Exporte werden nach Deutschland geliefert.

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