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Installationen von Ilya Kabakov in Bern

Die Ausstellung "50 Installationen" im Kunstmuseum Bern (07.04.-25.06.) präsentiert Werke des gebürtigen Russen Ilya Kabakov. Einst Mittelpunkt der inoffiziellen Moskauer Kunstszene ist Kabakov heute ein gefeierter Vertreter der sogenannten "Global Art".

Dieser Inhalt wurde am 06. April 2000 - 11:09 publiziert

Die Ausstellung "50 Installationen" im Kunstmuseum Bern (07.04.-25.06.) präsentiert Werke des gebürtigen Russen Ilya Kabakov. Einst Mittelpunkt der inoffiziellen Moskauer Kunstszene ist Kabakov heute ein gefeierter Vertreter der sogenannten "Global Art".

Speziell für Bern hat der Künstler fünfzig seiner Installationen zu einer retrospektiven Museumsschau zusammengestellt. Die Kompositionen sind über das ganze Kunstmuseum verteilt und ziehen es in den Bann zwischen Kunst und Leben, fingierter Realität und realer Fiktion.

Die Ausstellung wird damit zum Höhepunkt einer Auseinandersetzung mit Kabakov, die in Bern lange Tradition hat. Ilya Kabakovs keineswegs selbstverständlicher Weg zu einer Weltkarriere begann 1985 mit seiner ersten nicht kommerziellen Ausstellung jenseits des Eisernen Vorhangs in der Berner Kunsthalle.

Drei Jahre später widmete das Berner Kunstmuseum unter dem Titel "Ich sehe- ich lebe" der zeitgenössischen sowjetischen Kunst eine Ausstellung, an der auch Kabakov vertreten war.

Parallel zur Ausstellung erarbeitet das Kunstmuseum Bern die Grundlagenpublikation "Ilya Kabakov - Das Gesamtwerk der Installationen", die im Herbst erscheinen wird.

Ilya Kabakov (*1933) besuchte während des Zweiten Weltkriegs die nach Samarkand (Usbekistan) ausgelagerte Leningrader Akademie der Bildenden Künste. Anschliessend studierte er in Moskau Grafik und verdiente seinen Lebensunterhalt als Illustrator von Kinderbüchern und Zeitschriften.

Gleichzeitig begann er als erster Künstler, gewöhnliche Gegenstände mit der Alltagssprache entnommenen Texten zu verknüpfen und stellte so dem totalitären Gesellschaftsentwurf eine ironische Interpretation der lokalen Lebensrealität entgegen. Kabakovs Atelier wurde in den 70er Jahren zum Zentrum der inoffiziellen Moskauer Kunstszene.

Die Ausstellung "50 Installationen" im Kunstmuseum Bern dauert vom 7. April bis zum 25. Juni.
Öffnungszeiten: Dienstag 10-12 Uhr; Mittwoch-Sonntag 10-17 Uhr. Geschlossen am 21. und 23. April, sowie 1. Juni und 10.-12. Juni

swissinfo und Agenturen

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