Jahresteuerung im Mai auf 1,6 Prozent gestiegen

Im Mai stieg die Jahresteuerung. Keystone

Im Mai hat der Schweizer Durchschnittswarenkorb gleich viel gekostet wie im April. Dennoch ist die Jahresteuerung in der Schweiz auf 1,6 Prozent gestiegen. Für April hatte das Bundesamt für Statistik (BFS) erst 1,4 Prozent errechnet.

Dieser Inhalt wurde am 31. Mai 2000 - 09:49 publiziert

Das BFS hat den Index der Konsumentenpreise für Mai mit 106,1 Punkten (Basis Mai 1993=100 Punkte) errechnet, gleich hoch wie im April. Die trotz des unveränderten Indexstandes höhere Jahresteuerung begründet das BFS in der Mitteilung vom Mittwoch mit dem Basiseffekt: Im Mai 1999 waren die Preise gegenüber April 1999 um 0,2 Prozent gesunken. Die Jahresteuerung lag bei 0,6 Prozent.

Preisrückgang bei Importgütern half

Die Preise der Inlandgüter haben sich um 0,1 Prozent erhöht. Importierte Waren und Dienstleistungen verbilligten sich mit einem Indexrückgang um 0,4 Prozent dagegen wieder. Im Vergleich mit Mai 1999 errechnete das BFS eine durchschnittliche Preissteigerung der Importgüter um 4,2 Prozent.

Bei den Inlandgüter war sie mit plus 0,8 Prozent viel tiefer. "Die in der zweiten und dritten Mai-Woche angekündigten Treibstoffpreiserhöhungen wirkten sich noch nicht auf die Mai- Erhebung aus", relativiert das BFS die tieferen Preise für Importgüter. Stichtag für die Berechnung des Konsumentenpreisindex war der 2. Mai.

Saisonbedingte Preisreduktionen für Pauschalreisen

Nach Branchen zeigten sich im Mai gegenläufige Preisbewegungen. Tiefer lagen die Gruppenindizes für "Übrige Waren und Dienstleistungen" (-1,4 Prozent) und für "Verkehr und Kommunikation" (- 0,1 Prozent). Gestiegen sind jene für Wohnungsmiete und Energie ( 0,6 Prozent), für Bekleidung und Schuhe ( 0,4 Prozent) und für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren ( 0,1 Prozent). Die übrigen drei Bedarfsgruppen wurden nicht neu erhoben.

Unter den einzelnen Positionen fallen Pauschalreisen auf. Die Verbiligung um 10,6 Prozent innert Monatsfrist sei wegen der Vorsaisonarrangements saisonbedingt, schreibt das BfS.

Teureres Heizöl und höhere Mieten

Unterschiedlich wirkten sich Erdölpreise und Dollarkurs auf Treibstoffe (-0,6 Prozent) und Heizöl ( 3,7 Prozent) aus. Die teurere Heizenergie liess den Mietpreisindex um 0,4 Prozent klettern. Innert Jahresfrist verteuerte sich Heizöl um 60,2 Prozent, Benzin um 16,6 Prozent.

"Die angekündigten Hypothekarzinserhöhungen hatten in der Mai- Erhebung noch keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Mieten", warnt das Bundesamt. Das gesamtschweizerische Mietzinsniveau Anfang Mai 2000 lag um 1,5 Prozent über jenem vor Jahresfrist.

swissinfo und Agenturen

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